Oliver Strelecki über Umwege im Lebenslauf, Marketing und den Weg zum CEO
Shownotes
E-mail: clara.groezinger@gmail.com Linkedin: www.linkedin.com/in/clara-grözinger-b18b94318
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00:00:05: Ich freu mich sehr, dass du heute hier bist.
00:00:09: Du bist ja in deiner Karriere ein relativ linearen Weg gegangen, kann man so sagen von dem klassischen Start bei Unilever über Station bei Kalsberg und jetzt eben als CEO bei Confresco.
00:00:22: Die Militärgruppe selber hat ja auch sehr ambitionierte Ziele, immer nachhaltiger zu werden.
00:00:27: Da bin ich auf jeden Fall sehr gespannt, was du mit dazu erzählen kannst wie das so deine Rolle als CEO da beeinflusst.
00:00:34: Lieber Olli, herzlich willkommen!
00:00:35: Ich freu mich sehr über unser Gespräch.
00:00:36: Ich mich hier auch klarer?
00:00:38: Um vielleicht mal ein bisschen so das Eis zu brechen... Wie würdest Du Dich denn jetzt vorstellen, so Jobtitels und so alles aside?
00:00:45: Wer bist Du als Mensch?
00:00:48: Als Mensch?
00:00:48: also ich bin Oli Strelecki, ich bin dreiundfünfzig Ich bin verheiratet schon sehr lange mit meiner Frau Katja.
00:00:56: Wir kennen uns seit der Schulzeit, also schon sehr, sehr lange und haben zwei Erwachsenen-Töchter.
00:01:01: die Sophie ist, ist Vierundzwanzig und die Leonie, die ist zwanzig.
00:01:05: beide studieren.
00:01:07: Und das ist mir erstmal das Wichtigste dass es uns als Familie gut geht so.
00:01:12: Und ich bin gebürtiger Dortmunde dementsprechend auch Gebürtige BVB Fan Und bin aber seit twenty-fünf Jahren in Hamburg, wo man leider in der Regel nicht über einen so guten Fußballverein verfügt.
00:01:28: Insofern muss ich dort immer entsprechend mich anpassen.
00:01:34: Genau das bin ich.
00:01:36: Ich habe studiert... Nein, fangen wir vorne an!
00:01:39: Ich bin in Dortmund aufgewachsen und habe Zivildienst gemacht.
00:01:43: Das machte man damals noch.
00:01:45: Gibt es im Moment nichts?
00:01:46: Vielleicht demnächst wieder sowas ähnliches in Deutschland Und bin dann zur Bank gegangen.
00:01:53: Ich habe eine Banklehre gemacht, also sofern der lineare Lebenslauf, den du gerade sprachst, sieht nur nach außen so aus.
00:01:59: Der war nämlich von ganz vielen Zufällen geprägt ehrlicherweise.
00:02:03: Also der erste Zufall war das Währen meines Ziviliens ist meine damalige Freundin, heutige Frau sich bei einer Bank beworben hat und die hat einen Assessment-Center da gemacht.
00:02:12: Das fand ich total spannend.
00:02:13: Ich war so leicht unterfordert von dem Zivildienst Und dann habe ich diese Assessment-Center mitmachen wollen, einfach nur um zu gucken ob die mich nehmen.
00:02:22: Dann haben sie mich genommen bei der Deutschen Bank und dann hab' ich das auch gemacht.
00:02:25: Ich glaube wenn du schon mal da bist ist ja nicht falsch.
00:02:28: Und dann bin ich studieren gegangen aber gesagt du willst jetzt aber nicht dein Leben lang innerhalb der Bank arbeiten?
00:02:33: Du musst noch studieren!
00:02:34: Du willst auch nochmal studieren also das Studium an sich.
00:02:37: Du weißt wovon ich rede.
00:02:40: So entsprechend... Auch mal freitagsernst nicht müde sein sondern erst freitas nachtsmüde sein.
00:02:46: So, das war die Idee dahinter.
00:02:49: Und gleichzeitig natürlich auch sich noch mehr Wege auf und zu halten durch verschiedene Türen gehen zu können.
00:02:56: Bin aber dann nach Münster gegangen also dort in Münster relativ nah bei.
00:03:00: wir sind nach Münstern gezogen und haben dort beide meine Freundin Frau jetzt Frau und ich haben dort BWL studiert.
00:03:08: Ich war ganz klar ich gehe danach zur Bank zurück.
00:03:10: Also ich studiere so dass ich Finanzen mache, Bankbetriebslehre.
00:03:14: es konnte man da studieren ... im Hauptstudium, das was heute der Master ist.
00:03:20: Und das war aber so langweilig.
00:03:22: und dann habe ich gedacht oh... ... wenn er das jetzt also er musste die Studie mehr irgendwie bestehen, was wenn es langweillig ist nicht wirklich viel Spaß macht?
00:03:29: Und du weißt ja nicht besser, wenn's langweihlich ist!
00:03:32: Und da war ich im Münster und Münster war damals so das Center für Marketing in Deutschland.
00:03:38: Wenn wir schon mal da sind, dann machen wir mal Marketing.
00:03:41: Und hab das Marketing zusammen mit Personalorganisation gemacht.
00:03:45: Das zieht sich übrigens auch durch mein Leben, da komme ich vielleicht später zu mich möglichst breit aufzustellen.
00:03:49: Also nicht nur einen Fachgebiet zu haben wo man stark ist sondern vielleicht sich auch zu überlegen ob ich mehrere Routen mir offen halten kann.
00:03:57: Ja dann habe ich den Marketing studiert und habe im Marketing Examen gemacht... ...und ja bin dann.
00:04:02: meine erste Jobs waren dann in Marketing also für alles so leicht zufällig.. ..nicht total durchgeplant aber glücklich so.
00:04:15: Ja, das ist auf jeden Fall sehr spannend.
00:04:18: Wie würdest du denn sagen kann man das navigieren wenn man merkt irgendwie dass es gerade nicht das Richtige?
00:04:24: Das fühlt sich nicht richtig an.
00:04:25: wie sollte man dann vorgehen?
00:04:28: Also erst mal muss man prüfen glaube ich wie bei vielen Dingen im Leben ist jetzt ein dauerhafter Zustand?
00:04:33: oder ist das was die so sagen grade weil vielleicht gerade im Kopf woanders bist?
00:04:39: Ist das gerade etwas was dir so auf- oder zufällt?
00:04:43: Das übrigens auch.
00:04:44: kann es sein, dass manche Dinge gut sind, die dir dann so plötzlich zufallen und wo du denkst naja langfristig ist das vielleicht doch nicht gut.
00:04:51: Aber ich hatte jetzt den anderen Fall... Und ich glaube, was wir dann wirklich überlegen muss, ist das das Richtige für mich?
00:04:58: Und das nochmal ein bisschen vor sich mit sich zu challenging viele Gespräche führen mit Leuten, die sich darüber auskennen.
00:05:05: Was habe ich zum Beispiel getan, als ich nach der Banklehre überlegt habe gehe ich jetzt im Studium ... in welche Studie mache ich jetzt genau, an welche Uni gehe ich jetzt... ... genau da viele Gespräche zu führen.
00:05:16: Und man hat ja in seinem Umfeld auch Menschen mit mehr Erfahrung aus der Familie, aus Freunden der Familie.
00:05:23: Man könnte heutzutage Podcast hören von Clara und das entsprechend zu tun.
00:05:29: Ich glaube, dass ist das erste so nicht vorschnell was zu tun aber schon dann sich selber zu challengen wie man heutzuttag gesagt Ja.
00:05:39: Ist das was, was ich mein Leben lang machen will?
00:05:42: Wenn das jetzt schon bei mir in dem Fall... wenn dass jetzt schon im Studium eine gewisse Langeweile bringt.
00:05:48: Also wir mussten damals halt viele theoretische Modelle rechnen und es wäre wahrscheinlich nicht in wirklichem Leben so passiert.
00:05:55: aber ich musste ja die Studie irgendwie durch.
00:05:57: So und da habe ich gesagt noch mal was anderes und tatsächlich nachhinein habe ich Fügung schickst.
00:06:04: du Glück hab ich das so ganz richtig entschieden.
00:06:07: Sehr schön.
00:06:08: Du hast jetzt ja selber gesagt, du hast zwei Töchter, die jetzt selber studieren?
00:06:13: Wie hast du denen denn da geholfen um so ihren eigenen Weg zu finden?
00:06:18: Naja also das ist genau wichtig dass es ihr eigener Weg ist.
00:06:23: So wir haben bei Sophie, die hat Jura studiert oder studiert Jura noch in den Entzügen Die hat das.
00:06:35: von vornherein war für sie klar, dass sie das machen will.
00:06:38: So, da war jetzt nicht so viel Information von meiner Seite notwendig.
00:06:44: Da war auch das ganz klar.
00:06:46: Leonie war ein bisschen wo und wie also Wirtschaftspsychologie oder Soziologie und am Ende ist es Soziologi geworden und aus Heidelberg Göttingen Münster ist es Münster geworden was by the way ganz nice ist weil wir daher auch studiert haben.
00:07:01: aber unabhängig davon bietet man sein Ohr an Das Studium man sich und auch das, was später rauskommt.
00:07:10: Das muss immer dem Studenten der Studentin gefallen.
00:07:14: Da werde ich nie in die Verlegenheit kommen zu sagen, ich würde das jetzt nicht machen.
00:07:19: Weil da finde ich sehr eingreifend von mir als liebner Vater sozusagen.
00:07:26: Sondern dann muss ich versuchen... also sagen, guck mal, das kann das und das bedeuten bis du dir da sicher bist.
00:07:33: Also bei einer Studienplatzwahl wo es zum Beispiel ... keine Alternativstudiengang gibt, der auch noch in Frage käme.
00:07:40: Das bedeutet ja jetzt gehst du da hin... Wenn das Studium dann nicht deins ist und das darf es hier immer sein,... Also du darfst ja ein zwei Semester immer überlegen, ist es das?
00:07:50: Was ich gerade beschrieb diese Challenge, die darfst dir selber geben.
00:07:53: Und wenn es das nicht ist, dann musst du dir überlegen ob du das anders machst.
00:07:57: Dann musst du dich überlegen ab einem anderen Studium machst oder meinetwegen eine Ausbildung.
00:08:01: Ist ja alles fein!
00:08:02: Hauptsache du bist glücklich damit.
00:08:04: Davon bin ich überzeugt und das sehe ich auch... immer noch im Beruf an Kollegen und Kolleginnen, jünger wie älter.
00:08:12: Wenn die glücklich in ihrem Job sind, wenn ich Spaß sage, damit sie wissen warum Sie da hingehen dann sind die
00:08:17: besser.".
00:08:18: Ja das ist echt ein sehr schönes Modschu quasi so'n bisschen dass man das priorisiert auf jeden Fall in der Berufswahl.
00:08:27: Wie war es denn dann für dich?
00:08:28: Also du hast ja bei Unilever angefangen, sie auch ein sehr großer Konzern machen hier heute über sechzig Milliarden Umsatz.
00:08:34: Wie war das da so reingeworfen zu werden als erster Job?
00:08:39: Es waren Trainee-Programmen.
00:08:41: also es ist Trainee Programme... Das gibt's glaube ich gar nicht mehr so viel wie es früher das gab.
00:08:47: Das ist eigentlich total nett!
00:08:49: Weil du wirst nicht gleich, du hast nicht gleich so eine Jobverantwortung wo du dir sein Zahlen bringen musst oder dergleichen sondern du darfst ein bisschen reinschnuppern.
00:08:58: Du wirst natürlich auch von jedem deine Abteilungen gut beguckt.
00:09:02: Du das kannst was du da tust und ob du in den Konzern passt aber du bist noch nicht voll drin.
00:09:07: Das ist wie eine Ausbildung nach dem Studium nochmal.
00:09:11: Und das war damals für mich ganz toll weil ich konnte ganz viele verschiedene Dinge machen.
00:09:16: Ich war bei Langnese Iglo Die gehörten beide damals noch zu Unilever.
00:09:22: Und ich hab tatsächlich angefangen im Kinder-Eisbereich, also da wo es den Flutschfinger gab und das Capri... ...und das war einfach ein tolles Produkt.
00:09:32: schon mal!
00:09:33: Das mochte ich selber sehr gerne, mag ich heute auch noch.
00:09:37: Und vor dem Hintergrund bin ich dann total gerne hingegangen.
00:09:42: die Menschen um mich herum waren nett.
00:09:45: wir waren auch alle Damals in großem Stil so aus dem, aus dem gleichen Holz geschnitzt.
00:09:52: So und das war ein sehr miteinander für ein großes Miteinander kämpfen des Holz sozusagen.
00:10:02: ja.
00:10:02: also es ging darum dass man gemeinschaftlich was macht.
00:10:05: Das hat nichts mit nur Harmonie oder so zu tun aber sowas immer kollaborativ unterwegs bis auch die gegenseitig hilfst.
00:10:12: Und das waren die ersten Berufsjahre die ich gemacht habe.
00:10:15: also dann ging das Trainee so zwei Jahre lang.
00:10:17: ... und dann ging man in den ersten richtigen Job.
00:10:21: Und mir hat diese Zeit total viel gebracht, weil ich es einfach... ... angenehm fand mit dem Menschen damals da, dieser Abwechslung,... ... Ich war im Fährkaufsbereich, ich war im Marketing.
00:10:32: Also ich habe einen Absatz-Training an die das damals... ... und sozusagen hast du alles was du hin zum Konsumenten, zum Shopper machst, hast du da gelernt?
00:10:41: Ich durfte auch mal im Kontrollingen sein!
00:10:42: Ich durft auch mal eine Entwickler's Küche von Iglo mitmachen.
00:10:46: Ich koche ganz gerne.
00:10:48: Ich esse auch ganz gerne, insofern war das perfekt für mich.
00:10:52: Und ich mag es auch unterschiedliche Leute kennenzulernen.
00:10:54: Ich mag es sehr, mich mit vielen Menschen zu unterhalten.
00:10:58: Ja, ist auf jeden Fall sehr spannend und auch cool dass man da so erst mal überall sich ein bisschen umgucken kann.
00:11:05: Was hast du da direkt gemerkt was dir am besten gefällt?
00:11:07: welcher Bereich?
00:11:10: Nee... Ich habe nur mir, auch das hab ich ja vorhin so mal erwähnt.
00:11:16: Ich bin offen was zu sagen... also ich bin breiter aufgestellt.
00:11:22: viele von uns sind da hingegangen um markiert hierzu werden.
00:11:26: So!
00:11:26: Ich habe immer gesagt ich mache Absatz und ein Professor von uns im Münster sagt immer Verkauf und Marketing sind zwei Seiten einer Medaille.
00:11:34: Das habe ich mir gemerkt.
00:11:36: Da habe ich gedacht, ich muss vielleicht auch noch mal irgendwann verkäuferlich sein.
00:11:39: Also klassischer Kier-Countmanager, also einer der dann zu den großen Handelspartnern geht und die Produkte, die die Marketeers entwickeln und vermarkten, die dort Verkaufenden disziuriieren.
00:11:52: Und tatsächlich war das mein erster richtiger Job danach.
00:11:55: Bin quasi hin und hab mal geguckt ja guck mal ob das was für dich ist?
00:12:00: Wenn es nicht ist, dann weiß sie auch Bescheid.
00:12:01: Dann kannst du danach dich sozusagen entsprechend anders aufstellen Und deswegen habe ich das als erstes gemacht.
00:12:08: Er war zwei Herr Lankier-Counter bei einem Kunden Walmart, also USA riesengroß in Deutschland.
00:12:15: damals gibt es auch nicht mehr total unerfolgreich.
00:12:17: Ich konnte nicht so richtig viel kaputt machen.
00:12:19: Er könnte aber ganz viel darüber lernen was man beim Kunden macht wie man den überzeugt vielleicht auch wie man verhandelt und wie man entsprechend für sein Unternehmen das Beste rausholt.
00:12:32: Deswegen war ich da, das habe ich zwei Jahre gemacht.
00:12:34: Ich hab dann auch gesagt okay, das reicht.
00:12:35: jetzt glaube ich.
00:12:36: Ich glaub dass bin ich auch so.
00:12:37: nicht weil ich schon dieses mich in Konsumenten rein denken.
00:12:42: warum will ein Konsument überhaupt meinen Produkt benutzen?
00:12:46: Was er gibt für ihn einen Nutzen?
00:12:48: oder wie ich den Insight hat haben wir das eher wie es Bedürfnis er hat sozusagen.
00:12:54: Das rauszufinden aus Marktforschung und das dann umzusetzen in Produkte oder vielleicht auch eine Kommunikation.
00:13:01: Das war dann das, was mich mehr interessiert hat und was ich auch die nächsten... ...fünfzehn Jahre in deinen verschiedenen Unternehmen gemacht habe.
00:13:09: Ja deine nächste Station war dann ja bei Kühne relativ kurz?
00:13:14: Wie kam es dazu dass du da nicht so lange geblieben bist?
00:13:18: Ja das passte nicht zu mir.
00:13:20: Das muss man damals so.
00:13:22: heute sind die glaube ich ganz anders und das ist aber das war wirklich schon ... siebzehn Jahre oder so her, also ich war noch jünger.
00:13:29: Ich kam von einem sehr großen, sehr internationalen... ...sehr professionellen Konzern in ein familiengeführtes Unternehmen,... ...oder Familien-Sitzunternehmen schon wahnsinniger Tradition.
00:13:41: Die waren damals schon zweihundert und dreißig Jahre alt.
00:13:44: Also solange gab es schon Essig vom Kühne.
00:13:48: Und da war einfach so ein Kultur-Schock für mich.
00:13:50: Und den hatte ich total unterschätzt.
00:13:52: Und auch das gehört übrigens dazu.... ... zum nicht ganz linearen.
00:13:57: Heute würde ich das alles anders machen, aber damals habe... ...ich die Vorstellungsgespräche alle außerhalb des Offices geführt hab, was soll ich sagen?
00:14:07: Ich habe viel mir nicht angeguckt und bin aber auch so reingestolpert aus heutiger Sicht und habe dann bemerkt in ein paar Monaten, dass passt so nicht zu dir.
00:14:17: Hier kannst du gar nicht das bewegen, was du so bewegen willst.
00:14:20: also ich war plötzlich um fünf Uhr zu Hause Ich weiß nicht, was ich noch machen soll da.
00:14:27: Dann habe ich einen Jobangebot von Karlsberg, also von der Holzenbrauerei in Hamburg bekommen gleichzeitig und hab dann noch in der Probezeit gekündigt.
00:14:36: Das ist dann so ein Ende mit Schrecken als ein Schreken ohne Ende... ...und haben mich dann sozusagen entwickelt.
00:14:45: Dahin und das war ganz praktisch für mich, weil die Holzenbrauerei damals beides in Barenfelsch Altuna.
00:14:52: Also Kühne und Holzen waren quasi zwei Straßen auseinander.
00:14:55: Ich musste noch nicht mal großartig meinen Dienstweg ändern.
00:14:59: Und konnte was ganz Tolles da machen, weil wir bei Karlsberg eine drei-vier größten Brauereien auf der Welt aus Dänemark, denen gehört hat den Deutschlandkennen vielleicht die Einwohner also Holzen Astra oder Duckstein.
00:15:18: und in Deutschland gibt es heute wie damals immer weniger Biertrinker.
00:15:22: Oder immer weniger Menschen trinken, immer weniger Bier.
00:15:25: Und ich habe dieses.
00:15:27: Mein Job war es mir zu überlegen was könnten sie denn sonst trinken?
00:15:30: Was wir herstellen können.
00:15:31: also ich musste ja eine riesengroße Brauerei anlagen und man kann ja auch Dinge brauen ... wie eine Fassbrause als Beispiel oder auch Biere braun, die ein bisschen mehr Kraft sind.
00:15:42: Das gab es damals alles für mich und das fing damals an... ...und das war auch Routen, die ich gegangen bin zu überlegen... Wie muss sich mein Angebot gestalten außerhalb der klassischen Astraknolle?
00:15:55: Also wie kommen wir da weiter?
00:15:58: Da konnte ich mich natürlich total tief in irgendwelche Konsumentenköpfe hineinfräsen um überlegen was macht man denn da Was könnte was sein, was dir jetzt gefällt?
00:16:09: Was ich zu einem Preis herstellen kann den du bezirret bereit bist zu zahlen.
00:16:13: Und möglichst soll es ganz viele von dir geben die ganz viel von dem trinken was ich mache und das habe ich drei jahrelang gemacht und dass hat auch Spaß gemacht.
00:16:21: Ja das ist ja super spannend.
00:16:23: also Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen wie man da quasi anfängt etwas ganz Neues wirklich sich zu überlegen.
00:16:30: Wie sah das denn so aus deinem Prozess?
00:16:31: Also wir hast du da ... angefangen, sowas zu quasi erfinden ja eigentlich.
00:16:38: Naja das geht immer.
00:16:40: was Marketinges machen ist muss immer also wie Tussi-Marketinges, Business to Consumer.
00:16:45: Muss immer von dem ausgehen der dass am Ende benutzen soll.
00:16:51: Verzehren soll trinken soll was auch immer.
00:16:55: Das ist erstmal das, was das Allerwichtigste dabei ist.
00:16:58: Wenn dir ein Kollege aus der Produktion sagt ich könnte ein Produkt produzieren, willst du es nicht verkaufen?
00:17:06: Hatt dich alles?
00:17:07: Sagst du sofort auf keinen Fall!
00:17:10: Sondern als erstes fragst du den Konsumenten und dafür gibt es diverse sehr gute Marktforschungsgesellschaften und Methoden von tiefen psychologischer Marktworschung die dir zeigen können Was ist sozusagen die Verfassung hinter einem Bier-Trinker?
00:17:28: In welcher Verfassung trinkt der Bier, also Bier trinkst du zum Beispiel... Wie nannten sie das damals so schön um den Alltag zu verflüssigen.
00:17:38: Also komm's nach Hause, so klassisch!
00:17:41: Komm's nachhause und machs den Bierchen auf oder gehst mit deinen Freunden weg, machst den Bierchern auf.
00:17:45: Das ist sozusagen vom Arbeitsalltag in dem privaten Alltag rübergehend.
00:17:51: Wenn ich jetzt aber weniger trinke war es vielleicht nicht mehr so ... so gut ankommt, wenn ich Bier trinke.
00:17:57: Weil vielleicht... Also das sind ja meistens Männer damals gewesen,... ...wenn die mit einer Mädchen unterwegs sind oder mit einer Frau, Freundinnen und Frauen.
00:18:08: Was muss ich dann anbieten damit die trotzdem noch wahrgenommen werden als kulturell?
00:18:14: Als Menschen mit Niveau.
00:18:18: Das sind... Das hört sich alles ein bisschen verschwurbelt an, aber das ist so ein Daraus.
00:18:21: Nimmst du vor was muss eigentlich für einen Getränk daraus kommen?
00:18:25: Dass es bisher nicht gab.
00:18:26: So, ich gebe dir jetzt mal das Beispiel.
00:18:28: Wenn ich Niveau zeigen möchte beim also gewissen kulturellen Ansatz haben möchte bei Biertrinkern dann ist das heute so dass das so diese Craft-Biere sind wo Leute sich wirklich Gedanken darüber gemacht haben im feinen und klein verschiedenen Wands um von Geschmackern zu entwickeln verschiedene Braumethoden zu nutzen.
00:18:48: und darüber zeigst du schon eine gewisse Expertise.
00:18:51: Und das ist so wie beim guten Rotwein, trinkst jetzt einen Craft Beer.
00:18:56: Idealfall!
00:18:58: Das ist der Weg dahin.
00:18:59: also fängst an herauszufinden aus welchen Gründen trinken Leute den Bier oder in welchen gründen tringen sie es vielleicht nicht mehr?
00:19:07: In dem konkreten Fall wenn Du weißt warum Sie's nicht mehr trinken oder was der Insight wäre was das Grund nutzen wäre für den Konsumenten.
00:19:16: Warum er wieder trinken würde, musst du versuchen auf Basis dessen Konzepte zu entwickeln.
00:19:22: Produktkonzepte und die testest du dann wieder mit Konsumentem rauf und runter.
00:19:29: Und da siehst Du auch die Motive warum jemand für ein Konzept stimmt oder für einen anderes nicht.
00:19:35: Da gibt es verschiedene Marktforschungsmethoden, da will ich es gar nicht tiefe gehen ist zumindest super spannend ... das rauszufinden.
00:19:43: Da gibt es so Gruppendiskussionen zum Beispiel... Und dann ganz am Ende, wenn du wirklich sagst, jetzt will ich das mal also muss ich vielleicht eine Maschine noch kaufen damit das produziert werden kann überlegst du dir wie du das quantitativ erforscht?
00:19:57: Also wie viel würde ich denn davon verkaufen?
00:20:01: Weil das ist ja für so ein Business Case ganz wichtig, dass ich weiß so wie viel kommt denn rein und wie groß muss die Maschine sein?
00:20:07: Wie viel verdiene ich später damit?
00:20:10: Und wenn du das alles hast und das passt alles, ... ... und du hast dir nicht in die Tasche gelogen.
00:20:13: Gibt's halt auch, ne?
00:20:14: Dass du sagst ich habe aber so ein schönes Produkt, ... … ich möchte dass es jetzt verkauft wird... Dann hast du ein Projekt,... ...dass er erfolgreich ist!
00:20:22: Du hast ja in der Zeit auch eine Ausführung zum Bier-Sommerjäger gemacht?
00:20:25: Ja genau!
00:20:27: Sehr schön!
00:20:28: Ja genau mein zweites Diplom!
00:20:29: Ich bin Doppeldiplomant!
00:20:32: Hatte das dabei geholfen, dass du quasi das Produkt dahinter wirklich verstanden
00:20:37: hast?!
00:20:38: Ja klar!
00:20:39: Also schon so hat er auch Spaß gemacht.
00:20:41: Ja,
00:20:41: also das war tatsächlich... Das war ein zweivöchentlicher Kurs wo ich ganz viel verkostet habe.
00:20:49: Bier im Gegensatz zu Wein muss man schlucken damit es man wirklich den Geschmack bekommt und dann muss es trinken.
00:20:56: aber es blieb dann trotzdem immer im Rahmen und ich wusste auch schon viel von Theorie dass weiß ich jetzt alles nicht mehr.
00:21:03: Ich glaube das ist aber ganz wichtig.
00:21:05: by the way Ich habe auch so sehr, als ich bei Iglo war, einen ganz langen Kochkurs gemacht innerhalb der Firma.
00:21:12: Weil das was du da verkaufst, das musst du verstanden haben.
00:21:16: So, ich kann nicht über etwas reden von dem ich nicht weiß wie es produziert wird.
00:21:20: Wenn mir nicht z.B jemand nicht würde wahrscheinlich nicht in ein komplett technologieorientiertes Unternehmen passen weil ich das in der Tiefe wahrscheinlich nicht verstehen werde, weil ich kein Ingenieur bin.
00:21:32: Ich passe aber ein Unternehmen, die Dinge produzieren.
00:21:34: Die ich sozusagen selber mir vorstellen kann wie sie funktionieren.
00:21:38: Und das ist gerade bei Lebensmittel.
00:21:40: jetzt kommen vielleicht gleich zu machen wir auch Plastikfolien.
00:21:44: Das ist da so eher der Fall.
00:21:46: So deswegen war diese Bier-Sommelier Ausbildung die waren natürlich auch nett.
00:21:50: Ja weil es schon was besonderes war und ist auch ein schöner Party Talk immer.
00:21:56: Aber vor dem Hintergrund glaube ich Also ein gutes Beispiel dafür ist, dass das sozusagen diese Kenntnisse deiner Produkte notwendig sind in dem Business, indem du dann unterwegs bist.
00:22:08: Wie würdest du denn sagen kann man als vielleicht nach einem Studium als Berufseinstieg sich dieses Wissen aneignen?
00:22:18: Das ist ja sehr spezifisch!
00:22:21: Wie kann man davor gehen wenn man in eine bestimmte Branche rein möchte?
00:22:24: wie kann man sich da die richtige Ausbildung vorstellen.
00:22:31: Also wenn in einem bestimmte Branche welche Produkte verkauft werden.
00:22:37: Da kann ich ja nur für mich sprechen, das lernst du dann auf dem Job.
00:22:42: Vorher zu sagen... Ich lerne jetzt mal gut kochen um danach Produkte mit Lebensmitteln auszuverkaufen.
00:22:49: Das ist glaube ich schwierig.
00:22:52: Du schon wenn du das Interesse musst zu haben an diesen Themen Ja?
00:22:57: Wenn du das interesse hast Wie ich anfangs schon mal gesagt habe, wenn ich Spaß an etwas habe ... ... werde ich da ein E-Gut werden.
00:23:04: Und wenn ich jetzt Spaß in dem Beispiel ... ... an Lebensmitteln habe, an Eiscreme habe ... Werd das nicht?
00:23:12: Dann wird es glaube ich einfach sein sich mit den Produkten auseinanderzusetzen und auch noch tiefer zu verstehen wie sie denn produziert wären.
00:23:21: Ja ja Du bist dann ja nach Kalswerk, bist du ja zu Confresco gegangen.
00:23:26: Ja, kein Problem.
00:23:32: Du hast ja aber als Marketing-Bereich angefangen?
00:23:35: Genau!
00:23:36: Wie sah da deine Karriere aus?
00:23:39: Genau.
00:23:39: also erstmal Cofrisco ist eine hundertprozentige Tochter der Militergruppe.
00:23:44: Familienunternehmen in der vierten Generation.
00:23:46: Militer bekannt für Filtertypen, Filter, Kaffeemaschinen und natürlich auch Kaffee.
00:23:52: Und wir sind im Endeffekt die Plastiksparte da drin.
00:23:56: Wir haben das auch nicht im Namen, wir waren damals noch in Joint Venture mit einer anderen Company.
00:24:00: Wir sind doch die einzigen, die keine Militer-Brand sind.
00:24:04: Wir heißen in Deutschland Toppits oder Zwieelmüllbeutel und das ist durchaus eine bekannte Marke.
00:24:12: Das ist vielleicht jetzt für StudentInnen noch nicht so das was ihr kennt.
00:24:19: Aber sobald ihr, sag mal, eigenen Familienhaushalt habt, weht euch das schon eher, weil wir hier laufen.
00:24:25: Und die Eltern von uns, also die schon lange nicht mehr schon da hinten sind, kennen die Marke auch noch ganz gut... Wie ist es dazu gekommen?
00:24:33: Also klar kommen's dann so Angebote und ich hatte als ich noch bei Iglo war damals auch eine Kooperations-ID tatsächlich mit Kofresco.
00:24:41: Die ist ja nichts geworden!
00:24:42: Sofern kannte ich schon ein bisschen das Unternehmen.
00:24:45: Ich hatte mir schon paar Gedanken darüber gemacht Und fand es nochmal ganz spannend, auf was ganz anders zu machen.
00:24:51: Jetzt nicht so high-involvement Produkte wie Bier.
00:24:57: Zu Bier hat jeder eine Story mehr oder weniger.
00:25:03: Wenn du Frischhaltefröhre oder Garmühlebeutel verkaufst – das sind Projekte und Produkte die sind so wie wir sagen low involvement of low interest – dass ist daher erstmal richtig spannend wird als Marketier sie zu verkaufen.
00:25:17: Also da Leute für zu begeistern, auch einen deutlich höheren Preis zu bezahlen... ...für mit deutlich bessere Qualität.
00:25:26: Aber wenn ich mich nicht für das Produkt interessiere ist mir die Qualität ja vielleicht auch
00:25:29: egal.".
00:25:31: Das ist glaube ich die Challenge, die richtig schwierig ist als Marketier und das hat mich damals gereizt an der Rolle.
00:25:42: Mich hatte ehrlich gesagt auch gereizт in ein Familienunternehmer zu gehen.
00:25:47: also ich war bei Unilever ... shareholder driven.
00:25:52: Ich war kurz bei Kühne, ja das stimmt.
00:25:54: Das war vielleicht nicht das Ergebnis was ich so haben wollte aber okay und... ...ich war bei Karlsberg.
00:25:59: die waren damals stark fremd finanziert.
00:26:01: D.h.
00:26:01: da hast du auch eine sehr hohe Zahlenlastigkeit im Geschäft also muss jedes jeden Monat die Zahlen bringen.
00:26:07: Und dann gehst du zum Familienunternehmen was halt eher auf lange Sicht geführt wird.
00:26:12: Was plötzlich viel familiärer ist und dass es auch wirklich nett familiär ist.
00:26:16: Du kennst plötzlich die Leute kennst denjenigen, dem das Unternehmen gehört.
00:26:21: Das fand ich damals spannend und das finde ich heute auch noch spannend weil es ein schönes Miteinander einfach ergibt und wir eigentlich nicht immer nur für den aktuellen Monat das aktuelle Quartal arbeiten sondern immer eher langfristig orientiert investieren und sozusagen planen Gewinn zu machen.
00:26:41: Du bist jetzt ja ein ziemlicher Experte, würde ich mal sagen im Marketing.
00:26:45: Danke!
00:26:48: Wie du weißt, studiere ich ja selber am ersten Semester und mir wurde neulich von einer Lehrerin im Marketing gesagt, dass Marketing das eins der leichtesten Disziplin ist zu verstehen aber wahrscheinlich die Schwerste zu meistern.
00:27:02: Wie siehst du das?
00:27:08: Ja also da müsste ich jetzt ja Vergleiche ziehen zu den anderen.
00:27:12: Also ich glaube schon... ... dass es leichter ist, zu verstehen als vielleicht jetzt oder auch... ...zulernen was das heißt.
00:27:22: Als jetzt irgendwie Steuerthemen zu machen.
00:27:26: Ist mal etwas ganz weit weg von dem ja?
00:27:29: Aber ich glaube das fällt dir immer... Ich komme immer wieder dahin zurück,... ...dass es dir immer leichter fällt wenn dir was Spaß macht.
00:27:37: Ja dann ist alles leicht und wir sind auch gerne Wirtschaftsprüfer.
00:27:41: Ein Freund von uns ist Wirtschaftsprüfers hätte ich mir nie vorstellen können.
00:27:43: Er findet das aber toll.
00:27:44: Deswegen ist er auch gut da drin!
00:27:48: Ich glaube, dass viele denken, dass sie wissen wie Marketing geht.
00:27:53: Und deswegen... Also auch nicht Marketeers und deswegen sehr schnell sich eine Meinung bilden.
00:27:59: Meine Firma sitzt nicht in Hamburg, meine Familie wohnt in Hamburg.
00:28:02: Meine Firma sitzt in Minden, in Ostwestfalen.
00:28:05: das sind so zwei drei Autostunden entfernt von Hamburg.
00:28:08: Das heißt ich pendle da jetzt schon bald seit fünfzehn Jahren hin.
00:28:12: Und ich habe am Anfang gesagt wir ziehen dann nicht hin als Familie Weil Marketing ist so ein bisschen oder der Job eines Marketiers, wie der eines Fußball-Trainers.
00:28:24: Von einem großen Verein also dem heißen Fowards Beispiel in Hamburg hier.
00:28:28: Da kommen halt, da sitzen fünfzigtausende Leute im Stall die wissen das alle besser als der.
00:28:33: Die glauben es besser zu wissen und meistens gibt's dann auch in der Geschäftsführung einen der weiß das besser obwohl er eigentlich keine Ahnung noch nie am Platz gestanden hat Und deswegen habe ich immer gesagt, es ist wie Fußballtrainer.
00:28:44: Da musst du nur an den Falschen geraten.
00:28:46: und der sagt jetzt plötzlich wieder die Verpackung auszusehen hat obwohl er keine Ahnung davon hat.
00:28:52: Das wäre etwas was ich aber mit mir nicht übereinbringen würde dem zu folgen Sondern ich will immer nur das tun Was quasi mir der Konsument sagt und nicht was mir ein Geschäftsführer sagt.
00:29:05: so und deswegen glaube ich, hat sie da eingehend recht.
00:29:08: Dass viele Leute denken das es total einfach ist zu verstehen oder meines Verstandenes zu haben dass die Schwierigkeit der Umsetzung ist halt mit einem Star und auch in einer großen Frustrations-Toleranz verbunden.
00:29:26: Du entwickelst ganz viel Innovationen wenn du im Product Management bist Die später nie in den Markt kommen Oder nicht lange im Markt sind weil es eine Floprate von neunzig Prozent gibt ... am Ende das Unternehmen andere Prioritäten setzt.
00:29:40: Das heißt, du musst dich für was engagieren?
00:29:44: Was ja nur als ein Teils im Unternehmen ist ja nur ein Teil-Departement... Ich finde es mit das Wichtigste ist, weil es quasi... ...das Wachstum des Unternehmens hier beschleunigen kann,... ...was nur ein teiles Unternehms ausmacht und es können übergeordnete Gründe geben, warum du jetzt die Marketinginitiative nicht umsetzen kannst.
00:30:04: Und da musst du dann mit umgehen können als Marketing.
00:30:07: Da musst du dich da nicht entmutigen lassen.
00:30:09: Du musst einmal sagen, okay jetzt machen wir weiter.
00:30:12: Jetzt machen wir die nächste gute Idee.
00:30:15: Also hat es auch so eine Art... Man muss bisschen mit negativen Ergebnissen umgehen können.
00:30:22: und Marketing.
00:30:24: Also wenn ich... Ich habe das ja von den Marktworschungen erzählt.
00:30:26: Aus der Marktwassung kann immer rauskommen dass ein Projekt, einem Produkt die du hattest, die du echt mega findest.
00:30:33: Dass die Konsumenten sagen finden wir nicht so doll!
00:30:36: Wenn du dann nur hören willst, was du hören willst.
00:30:42: Also dass der Konsument vielleicht sagt das kleine Ding finde ich nicht so schlecht daran und du sagst naja er findet das ja nicht so schlechter Dann wird es zum Misserfolg werden.
00:30:50: also du musst dann schon dazuhören und entsprechend das was der konsument dir sagt tut.
00:30:57: oder wenn das nicht überein übereinander zu bekommen ist mit dem was der ... der Konsument zum Beispiel bezahlen will.
00:31:05: Also du hast ein Produkt, das kostet in der Produktion XY.
00:31:08: Du müsstest dann einen Preis von fünf Euro am Markt nehmen ... ... für eine Zahl und der Konsumentsache bin da maximal bereit dafür drei zu bezahlen... ...dann kannst du es nicht launchen so obwohl das Produkt bestimmt mega ist.
00:31:23: Da musst du den Weg finden entweder wie kriege ich das jetzt auf drei Euro?
00:31:27: Und das ist immer noch das gleiche Produkt oder du musst nach einer Alternative suchen.
00:31:32: Es sind auf jeden Fall viele Challenges und viele Sachen ... worüber ich jetzt persönlich gar nicht so nachgedacht hätte, die alles hinter Marketing stecken.
00:31:41: Trotzdem hast du ja dann einen kleinen Change gemacht und bist jetzt CEO?
00:31:45: Genau!
00:31:46: Wie kam das zustande?
00:31:49: Naja also... Ich bin ja noch ein Fünfzig jetzt.
00:31:52: Ich habe mir somit vierzig überlegt,... ...dass ich somit Mittevierzig, das sind noch lange Hinbaustudenten,... ...das ich mit Mittevierzig so eine Idee haben muss, was mache ich eigentlich wenn ich über fünfzig
00:32:03: bin?!
00:32:04: Weil als Market-Tier, da kommen halt immer neue nach.
00:32:10: Du brauchst auch immer ein bisschen frisches Denken und tatsächlich kannte ich sehr wenige die, also sehr wenigen, die sozusagen als Market Tier ihr gesamtes Berufsleben verbracht haben und irgendwann in Rente gegangen sind.
00:32:25: Also habe ich mir überlegt was ist sozusagen deine weitere Rolle da?
00:32:29: Was muss deinem Zukunft sein?
00:32:30: Und da war es zum ersten Mal wirklich strukturiert ... dass ich mir vorgenommen habe, ... ... halte mir Mitte vierzig einen Plan zu machen.
00:32:38: Wie ich damit fünfzig ... ... sage mal entweder werde ich Unterhimmensberater ... ... zur Marketing Beratung das geht immer oder aber... Ich muss eigentlich ins klassische General Management so und ... ... hab mich frühzeitig eigentlich schon für diese Richtung ... ... interessiert und bin auch gedanklich in die Richtung abgebogen.
00:33:01: Und dann gehört natürlich immer noch das Glück dazu, dass du zum richtigen Zeifel und im richtigen Ort bist.
00:33:07: Es wurde innerhalb der Militärgruppe ein Job frei.
00:33:11: Interessanterweise nicht der auf dem ich jetzt sitze sondern anderer.
00:33:15: aber ich habe damals den Unternehmer und mein Vorgesetzten spielten Vorgesetzen.
00:33:20: da hab' ich genau das berichtet was mein Ziel sein muss und warum mich das will und warum ich auch glaube, dass sich das kann.
00:33:30: Dann haben die, ich finde sehr schlau nachgedacht und haben so ein paar Alternativen erwogen.
00:33:35: Und tatsächlich gab es dann noch eine andere Möglichkeit nämlich in dem Unternehmen, in dem ich eigentlich schon war dort Geschäftsführer zu werden.
00:33:44: Das bin ich jetzt seit fünf Jahren und ganz turbulente Zeiten.
00:33:48: das war mit Covid fingen das an.
00:33:50: Dann war es Materialpreisentwicklungen, nachdem der Krieg begonnen hatte... ...und das ist total spannend eigentlich weil ich jetzt ... dieses, was ich mal so sagte.
00:34:00: Das ist breit aufgestellt sein.
00:34:01: Ich habe ein bisschen Personalorganisationen in der Uni gemacht... ... und war einmal Verkäufer.
00:34:06: Ich hab auch mal eine Bank leergemacht also Zahlen, Konstrukte sind mir nicht komplett fern.
00:34:10: Das kann ich jetzt alles mit der Unterstützung meines großartigen Teams sozusagen zusammenbringen... ...und mich mit Menschen darüber unterhalten wie wir das gesamte Geschäft nach vorne
00:34:21: bringen.".
00:34:23: Du hast jetzt ja gerade schon selber gesagt, du hast ein paar Challenges schon gefaced in deiner Zeit als CEO.
00:34:30: Was würdest du sagen war die größte Challenge und wie bist du damit umgegangen?
00:34:36: Ja, die größten Challenge ist wenn plötzlich am Markt also wenn du zum Beispiel sehr... Nachdem Russland die Ukraine überfallen hat, war es so dass viele Materialpreise plötzlich enorm gewachsen sind, enorm gestiegen sind.
00:34:51: Und wir sind halt sehr materialpreislastig.
00:34:53: also Wir verarbeiten Aluminium zu Aluminienfolie.
00:34:56: Wir verarbeiten Polyethylen Also das ist PE Das ist ein Grundstoff davon des Öl Plastik ... zu Müllbeuteln, zu Frischhalterfolie etc.
00:35:07: und die sind damals, sie waren plötzlich super knapp am Markt... ...und sind wahnsinnig gestiegen im Preis.
00:35:13: Und dann musst du diesen Preis damit du ja noch Profit machst, musst du relativ schnell versuchen, einen Markt zu realisieren.
00:35:18: Das heißt mit den Handelspartnern also der Edeka, der Rewe et cetera ein Preismechanismus so finden dass die verstehen das wir das auch benötigen.
00:35:28: Sonst können wir nicht mehr produzieren uns geben Bankrott Und gleichzeitig, dass wir auch Spaß daran haben damit ihre Shopper weiterhin entsprechend bei ihnen kaufen dieses Produkt.
00:35:39: Das war eine Zeit die war äußerst schwierig weil in unserem Geschäft diese Volatilität von Preisentwicklung überhaupt nicht gewohnt waren und tatsächlich auch der Handelspartner oder die Mitarbeiter beinahe Handels-Partnern, die Einkäufer für unsere Kategorie zuständig waren das nicht gewöhnt ... gab es schon Zeiten, wo wir uns nicht sofort eine Lösung hatten.
00:36:02: Übrigens hat man so nie sofort eine ... ... Lösung, stellt mir gerade ein bei vielen Dingen, sondern muss viel nachdenken und schlauerweise sich mit schlauen Menschen beraten darüber.
00:36:13: Das ist für mich ganz wichtig dass ich immer weiß das ich nur begrenzt schlau bin.
00:36:21: Dass ich immer nur davon lebe, dass alle anderen... ...mit mir denken und dass ich den noch zuhöre.
00:36:29: Ja.
00:36:29: Es gibt ja viele Wege, um sich quasi so jetzt noch so weiterzubilden.
00:36:35: Wie würdest du sagen, machst du das?
00:36:36: Dass du jetzt noch irgendwie so ein bisschen up-to-date mit den Themen bleibst, die für dich als CEO eben relevant sind?
00:36:43: Also ich versuche das schon.
00:36:45: Tatsächlich ist es so dass ... Ich lese jetzt nicht klassische Fachbücher nur sehr selten.
00:36:52: Ich habe jetzt einen zwei Soziologiebüchern gelesen weil unsere Tochter halt Soziologisch studiert und das finde ich ganz spannend.
00:36:57: ehrlich gesagt Nein, ich lese natürlich das was am Markt so vorhanden ist.
00:37:03: Was an Informationen da kommt und versuche in Gesprächen mit anderen zu verstehen wie das funktioniert.
00:37:13: Das ist meine Herangehensweise, dass es wenig strukturiert würde ich mal sagen.
00:37:20: Anderes Thema wir verkaufen ja Plastik sagt ich vorhin und wenn du Plastikkverkaufst hast du gleichzeitig auch eine ökologische Verantwortung.
00:37:28: finde finden auch meine Kollegen.
00:37:31: Und auch als Unternehmen musst du nachhaltig damit umgehen können, nachhaltigt handeln und ich nachhaltige aufstellen.
00:37:37: Und diese Nachhaltigkeit zu verstehen ist erstmal sehr wichtig ganz tief zu verstehen welche Probleme denn mit Plastikmüll einher gehen und wie ich die lösen kann.
00:37:54: Das ist zum Beispiel etwas da habe ich mich sehr tief reingefuchst mit meinen Kollegen dort entsprechend zu lernen.
00:38:04: wie kann man Nachhaltigkeit eigentlich in seinem Business so reinbringen, dass es ökologisch sozial und auch wirtschaftlich nachhaltig ist.
00:38:13: Und... Wie macht ihr das jetzt?
00:38:16: Genau!
00:38:17: Gute Steilvorlage ne?
00:38:19: Wir haben uns als das anfingen da war ich noch nicht CEO aber schon ein CMR also Schief Marketing Officer war so, dass eine große Diskussion zu Plastikmüll war.
00:38:31: Plastiken im Meeren ist es ja auch immer noch und leider auch zurecht.
00:38:36: Und wir haben uns überlegt wie können wir denn damit umgehen als Krofresco mit den Produkten die wir haben?
00:38:41: Und haben uns eine Strategie gegeben entwickelt.
00:38:45: Die nennen wir honest one hundred weil wir zu hundert prozent an dem plastikkreislauf teilnehmen wollen Mit unseren produkten.
00:38:54: das heißt wir alle.
00:38:55: produkte die wir habe sind entweder aus Rezyklaten hergestellt oder aus biologisch nachwachsenden Produkten und sind gleichzeitig recyclierbar bzw.
00:39:09: biologische abbaubar, sodass nichts eigentlich davon übrig bleibt wenn ich sie dem richtigen Weg zuführe.
00:39:16: zum Recyklat das ist one hundred honest weil es wirklich ernst damit meint.
00:39:22: also waren alle so in der Situation.
00:39:24: ich bin auch Vater.
00:39:28: Ziel meiner Verantwortung als CEO oder CMO, das Teil des Unternehmens gerecht zu werden.
00:39:35: Das ist manchmal ganz schön schwierig weil du diesen Weg gehst der Konsument der das ja mit bezahlen musst.
00:39:43: also dass es teuer andere Mittel zu finden um Plastikfolio zu produzieren.
00:39:49: Das kostet zwei drei mal mehr.
00:39:50: man kann Plastikaus also PE kannst du produzieren aus benutzen Lebensmittelfetten, wenn du die neu raffinierst und dann wieder zur PE verarbeitest.
00:40:02: Hat das den gleichen Nutzen wie klassisches Erdöl?
00:40:05: Wurde CO² frei lässt für... Das zu wollen kostet erstmal Geld, das muss erstmal Unternehmerwille sein, dem haben wir zum Glück.
00:40:13: aber natürlich langfristig musst du ein Payback dafür bekommen.
00:40:16: Und diesen Payback dann zu bekommen ist das wo es gerade in der aktuellen willtschaftlichen Situation bisschen daran harpert weil natürlich Konsumenten ganz gerne Auch gucken, sehen ja gerade wie die Preise steigen.
00:40:30: Die Lebensmittelpreise steigend und dann sparen sie lieber daran.
00:40:33: Da mach ich auch keinen Vorwurf raus.
00:40:35: aber das ist so ein bisschen die Challenge in der wir da sind.
00:40:39: Also du sagst es sollte am besten eine Balance sein zwischen dem Unternehmen selber, die die Produkte halt nachhaltiger herstellen, aber auch der Konsument der dann eben bereit ist vielleicht ein bisschen mehr zu bezahlen?
00:40:49: Genau, dass immer Nachhaltigkeit ist teuer und unbequem!
00:40:55: Aber notwendig.
00:40:56: Ja, auf jeden Fall.
00:40:57: Ich meine heutzutage vor allem ist es ein sehr relevantes Thema für die Zukunft.
00:41:01: Für meine Generation wird häufig gesagt das das Thema ist, womit wir uns am meisten beschäftigen müssen.
00:41:07: Glaub ich auch ist das wenn man sich jetzt mal zukünftig aufstellen möchte wie ich hier Themen fäll, da will ich dann gehen.
00:41:15: also als Marketier oder überhaupt jemand der irgendwas im betriebswirtschaftlichen Bereich studiert glaub ich, ist das ein sehr zielführendes Feld.
00:41:26: Ja.
00:41:27: Nachhaltigkeit!
00:41:27: Auf jeden Fall, auf jeden Fall sehr wichtig.
00:41:31: So zum Abschluss was würdest du denn sagen wenn du jetzt doch mal... Wenn du jetzt deinem achtzehnjährigen Ich-Tipps geben könntest?
00:41:38: Was würdest Du dir selber sagen?
00:41:44: Also der Anfang war ja wie ich eingangs beschrieben hab nicht so ganz linear.
00:41:50: Das fand ich gar nicht schlimm.
00:41:51: Im nachhinein war es okay.
00:41:53: so also das würde ich nicht ändern.
00:41:55: Ich würde, wenn ich dann im Bereich Betriebswirtschaft angekommen bin.
00:42:00: Glaub' ich gab es noch mehr Möglichkeiten als nur klassischer Product oder Brandmanagement zu werden.
00:42:07: Das ganze Gebiet drumherum.
00:42:10: Media Management, Medianalyse finde ich total spannend.
00:42:14: das kannte ich damals noch gar nicht also wusste ich gar nicht was es gab.
00:42:18: so dass haben wir uns an der Uni.
00:42:20: lernst du das auch nicht.
00:42:21: die Uni gibt dir Theorie oder zumindest etwas bei uns damals ... die Praxis, was wirklich spannend ist haben wir dort... ... zumindest ich nicht in der Masse mitbekommen.
00:42:32: Ich glaube, ich würde am Anfang meiner Karriere mir noch mehr überlegen,... ... welche Unterspielarten von dem, was ich da tue, also in meinem konkreten Fall, wo es ist Marketing,... ... gibt's denn dann auch?
00:42:45: Und das habe ich tatsächlich nicht getan.
00:42:47: Ist ja auch so gut gelaufen.
00:42:49: Aber das würde ich vielleicht nochmal ändern.
00:42:51: Das ist aber nicht mein achtzeneiges Ich, dass ist vielleicht mal ein....
00:42:57: Wie würdest du denn sagen, kann das jetzt heutzutage Studenten machen?
00:43:00: Dass sie sich genau damit eben früh im Studium befassen.
00:43:05: Ich glaube ihr habt ja also wir in der Generation eurer Eltern Wir haben ja sozusagen damals ein Studium also klassisch Grundstudium Hauptstudium Diplom.
00:43:17: So ihr habt nach dem Bachelor hier nochmal Zeit euch deutlich besser zu orientieren.
00:43:20: da darf auch mal eine Pause zwischen sein Da kann man tiefer reingehen Da kann man vielleicht auch Dinge ausprobieren, weil wenn ihr danach den Master macht und das würde ich jedem empfehlen.
00:43:32: Weil ihr ja noch sehr jung seid dann.
00:43:34: Also wenn nur mit ein zwanzig von der Uni kommt oder mit zweiundzwanzig, das ist meiner Meinung nach ehrlich gesagt viel zu früh.
00:43:43: Das ist auch fürs Leben zu früh.
00:43:45: also ich glaube es macht noch Spaß auszustudieren.
00:43:47: Sagt dich ja eingangs warum wir auch studieren gegangen sind.
00:43:49: eine Frau nicht vor dem Hintergrund würde ich sagen nutzt diese Zeit vielleicht nach dem Bachelor und bis zum Bachelor ist es glaube ich auch heute schon ein bisschen anders, dass sie so ein bisschen verschiedene Sachen macht die nicht so klassisch sind.
00:44:03: Also in den Studiengängen die ich so mitbekommen habe von jungen Kolleginnen und Kollegen.
00:44:10: Testet da was aus?
00:44:12: Also einfach mal...
00:44:13: Einfach mal im Praktikum machen.
00:44:14: oder wenn ihr das Jahr vielleicht nachdem Bachelor aufteilt in zweieinhalb Jahre Und dann testet da etwas aus und mach mal was wo du vielleicht gar nicht dran denkst, dass das gut sein kann.
00:44:26: Ja, das sind auf jeden Fall super Tipps.
00:44:28: Vielen Dank für das tolle Gespräch!
00:44:30: Ich konnte sehr viel lernen.
00:44:32: Vielen dank dass du heute hier warst.
00:44:34: Sehr gerne, haben wir viel Spaß gemacht mit dem
00:44:35: Clara.
00:44:41: So ein weiteres Gespräch hier bei Clara Mietz.
00:44:44: ich hoffe du konntest genauso viel für deinen eigenen Weg mitnehmen wie ich.
00:44:47: Wenn dir diese Folge gefallen hat dann lass mir doch gern eine fünf Sterne Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast da.
00:44:53: Das hilft mir enorm dabei noch mehr spannende Gäste für euch ans Mikrofon zu holen.
00:44:57: Hast Du Fragen zu einer Folge?
00:44:58: Oder einen Gastvorschlag?
00:44:59: Dann schreibt mir gerne eine E-Mail.
00:45:01: Alle Infos findest du wie immer an den Show Notes.
00:45:03: Danke fürs Zuhören, bis in zwei Wochen eure Kerbe!
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