Erik Siekmann über Gründen, Exits & Comebacks
Shownotes
E-mail: clara.groezinger@gmail.com Linkedin: www.linkedin.com/in/clara-grözinger-b18b94318
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00:00:05: Ich freue mich sehr, dass du heute hier bist.
00:00:06: Herzlich willkommen!
00:00:07: Dankeschön ich freue mich auch.
00:00:09: Du hast in deiner Karriere schon zehntausend Menschen am Valentinstag glücklich gemacht.
00:00:15: Du ist außerdem einer der größten deutschen Online-Marketing-Experten und hast eine eigene Firma gleich zweimal verkauft.
00:00:22: Lieber Eric herzlich Willkommen, ich freu mich sehr auf das Gespräch heute mit dir.
00:00:26: Danke
00:00:26: schön vielen Dank für die Einladung liebe Clara.
00:00:29: Ähm, ja.
00:00:30: Magst du dich vielleicht einmal ganz kurz vorstellen?
00:00:32: Jobtitels und so alles aside.
00:00:33: Wer bist du denn so als Mensch?
00:00:35: Ich als Mensch bin der bald-fünfzigjährige Erik.
00:00:39: Vater von vier Kindern.
00:00:42: Äh ... Opa von zwei Enkelkindern.
00:00:47: Leidenschaftlicher Durchschnittssportler.
00:00:51: Ich laufe gerne lange und weit, komme in der Regel auch an.
00:00:55: Dann fahre ich auch gerne Rennrad.
00:00:58: Ich bin gerne unter Menschen.
00:01:01: Und ich hab auch gerne Spaß, ich halte mich selbst für wahnsinnig witzigen Menschen.
00:01:06: Das ist doch sehr schön!
00:01:07: Wofür ich mich meistens entschuldige.
00:01:08: aber du hast mich ja gefragt wie ich mich selbst einordne?
00:01:11: Ja das ist doch eine sehr gute Einordnung.
00:01:15: Danke.
00:01:15: Du warst ja selber früher in deiner Schulzeit auf einer Waldorfschule.
00:01:18: Wie waren das so?
00:01:19: Großartig im Nachhinein großartig.
00:01:24: besser verstanden, wie besonders diese Schulzeit eigentlich war.
00:01:29: Ich selbst habe mich insbesondere in der Oberstufe als Waldorf oppositioneller empfunden.
00:01:35: Ich weiß nicht ob das typisch für das Alter ist oder einfach ... Der gesunde Menschenverstand, der auch die Defizite dieser Schulform oder besonders dieser Schulzeit im Berlin zählen durfte und da leben.
00:01:48: Genau, das war ja schon vor allem in den Achtzigerjahren Und ich fand das eine sehr besondere Zeit, weil es mir sehr viel als Mensch gegeben hat.
00:01:59: Ich hab dadurch sehr viel gelernt was mich motiviert.
00:02:03: Ich habe gelernt wie ich stärken stärken kann.
00:02:07: Ich aber auch gelernt wo meine Defizite sind als lernender Mensch oder später dann als arbeitender Mensch.
00:02:15: Aber in Summe hat mir diese Schulzeit soviel gegeben dass wir gemeinsam entschieden haben, dass wir unsere Kinder selbst auf eine Waldorfschule dann jetzt hier in Hamburg-Ninstechen schicken werden.
00:02:30: Ja.
00:02:31: Du hast ja gerade gesagt, dass du damals ein bisschen kritiker davon warst als du selber zur Schule gegangen bist?
00:02:36: Was würdest denn jemandem sagen, der vielleicht grade eben zur WaldorfSchule geht und das irgendwie so ... nicht so gut findet?
00:02:43: Was hast du da für Tipps?
00:02:44: Jemanden, der praktisch gegen sein Willi auf einer Waldorfschool ist... Genau!
00:02:47: Und sich darüber schon bewusst ist.
00:02:50: Ich glaube, in der Unterstufe ist es am unkritischsten.
00:02:54: Es sehen mir auch viele Eltern, die selbst nicht durch die Wallow-Karriere als Schülerinnen gegangen sind, dass gerade so in der Kindergartenzeit und in der Unterstufe eine sehr gute Lernerfahrung ist.
00:03:09: Man kann das auch sehen, dass der Druck aus meiner Sicht keinen Sinn macht.
00:03:15: auf Dritt- und Viertgläser so wahnsinnig Stress auszuüben, ob sie nur praktisch eine Gymnasialle Empfehlung kriegen oder nicht.
00:03:20: Da bin ich immer halt froh, dass mir das und noch meinen Kindern das erspart geblieben ist.
00:03:24: Da drehen ja also in meinem Umfeld im Hamburger Westen kollektiv erst mal immer alle durch.
00:03:31: Und wenn man... Also deshalb würde sich praktischen meine Empfehlungen nur an Oberstufen Waldis richten.
00:03:41: Ich glaube, man muss lernen Ja, wir würde fast sagen in Parallelwelten zu leben.
00:03:47: Und wirklich das Gute dieser Schulform wirklich schätzen und auszunutzen.
00:03:52: also sehr viel Selbstständigkeit lernen um das Lernen willen dass man viel mehr lernt Zusammenhänge zu lernen weniger als rein Faktisches Lernen.
00:04:02: also Zahlendatenfakten werden auch in der Wallachschule gelehrt.
00:04:07: aber Der Schwerpunkt auf Zusammenhängen ist sehr gut ausgeprägt meiner Meinung nach.
00:04:14: Und der negative Teil, der ist aus meiner Sicht gerade in den letzten sieben Jahren sehr deutlich geworden.
00:04:20: Ist ja ich würde fast sagen dieses Para-wissenschaftliche.
00:04:25: Eigentlich gibt es kein Para-Wissenschaft oder nicht Wissenschaft dabei.
00:04:29: Alle möglichen Theorien die einfach naturwissenschaftlich oder einfach nicht haltbar sind.
00:04:36: Die ernsthaft zu leeren finde ich eine große Gefahr und Da ist man als junger Mensch, glaube ich gut beraten sich ein unabhängiges sehr kritisches Bild zu machen und Man kann das aushalten.
00:04:50: aus meiner Sicht aber es aus meiner sicht die größte schwäche Gerade in der jetzigen zeit Dinge zu leeren also gerade in der biologie.
00:04:57: alles dass ruther steiner sicherlich mit guter absicht irgendwie Aufgestellt hat postuliert gelehrt hat.
00:05:04: Das wirklich mehr als kritisch zur hinterfragen
00:05:07: Du hast an ja BWL studiert.
00:05:09: Würdest du sagen, dass diese Sachen die du gerade erzählt hast als sie dir dafür sehr geholfen haben
00:05:13: im Studium?
00:05:14: Nee ich hatte einen brutalen Bruch zwischen der Schulzeit und meinem Studium.
00:05:19: Ich habe zuerst in einem Anfall von völliger Selbstüberschätzung Wirtschaftsingenieurwesen angefangen Und aus meiner Sicht Nachhinein sprach überhaupt nichts dafür diesen Studiengang insbesondere an dieser Universität anzugehen.
00:05:33: Ich glaube da wollte es mir einfach mal selbst geben um aus dieser sehr behüteten Walloffzeit in die harte Realität reinzugehen.
00:05:41: Jetzt müssen wir jetzt praktisch für dich.
00:05:43: das ist eine Zeitreise in die ganz ferne Vergangenheit, aber das kann man sich vielleicht nicht mehr vorstellen.
00:05:48: Aber Berlin Anfang der neunziger Jahre war halt sehr stark gezeichnet von der Wiedervereinigung und die Wirtschaft lief gar nicht so toll.
00:06:00: Es gab jede Menge Sonderkonjunktur, aber es war jetzt gar nicht so ein Zuckerschlecken in Beginn der Neunzigerjahre.
00:06:07: Akademikerarbeitslosigkeit und Einstiegsgehälter waren ein Riesenthema.
00:06:12: Und ich weiß nicht was mich geritten hat im Nachhinein?
00:06:14: Vielleicht wollte ich's auch ein bisschen meinen Eltern beweisen, dass ich auch in dieser Disziplin irgendwie gut performe, wobei ich bin Einzelkind von zwei Eltern die mir nie Druck gemacht haben.
00:06:28: Ich kann's mir wirklich nicht erklären.
00:06:29: das war eine meiner größeren Fehler auf der Karriereleiter.
00:06:32: im Nachhinein weiß man nicht wozu es gut war.
00:06:34: Aber da habe ich mich vollkommen ohne Not selbst dermaßen unter Druck gesetzt, dass ich sehr unzufrieden war und dann praktisch nur noch als BWLer abgeschlossen hab.
00:06:42: Nur noch als bwler sagt man halt nur wenn man zuerst gesagt hat Wirtschaftsingenieur ist eigentlich das deutlich überlegenere Studium was auch saumerein inhaltlich auch glaube ich richtig ist.
00:06:52: Das sind viel viel Anspruchsvolle.
00:06:54: Ich kann das zumindest für das Vordiplom sagen.
00:06:56: Das ist dramatisch anspruchsfolle Aber wenn es nicht zu eigenen Zielen passt, kommen wir später noch drauf.
00:07:04: Also für mich war's auf jeden Fall nicht das richtige Studium.
00:07:07: Ich bin froh, dass ich überhaupt durch diesen Universitätsbetrieb halbwegs unfallfrei durchgekommen
00:07:12: bin.".
00:07:13: Wie war das denn für dich dann als du entschieden hast eben nicht mehr das erste Schwimm, was du angefangen hast so beenden?
00:07:20: Sondern halt mit dem BWL-Studium ... Ja, zu machen.
00:07:24: Wie war das für dich?
00:07:25: Im Nachhinein war es für mich die erste große Niederlage.
00:07:29: Also da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass sich auch Dinge, die ich mir vornehme nicht unbedingt immer schaffen muss.
00:07:36: Da bin ich wirklich an meine Grenzen gekommen.
00:07:37: Motivatorisch, intellektuell, motivatorischen Disziplinen ... also meine Disziplin war dann auch nicht mehr groß genug.
00:07:44: Ich hab dann gemerkt ,dass ich v.a.
00:07:46: gut funktioniere wenn ich motiviert bin Und ich war wahnsinnig motiviert, das war sozusagen mein Gegenspiel an meiner Konkurrenz.
00:07:52: Ich habe schon sehr früh als Werkstudent in einer Unternehmensberatung gearbeitet.
00:07:56: Das hat mich mega motiviert und ich weiß noch wie man Vater wirklich Sorge hatte dass sich zu viel arbeite und zu wenig studiere und total recht.
00:08:04: Ich hab das natürlich immer negiert aber das hat mich im Grunde im Studium gehalten.
00:08:09: die Praxiserfahrungen das Learning Echte Leben, das war natürlich überhaupt nicht das echte Leben.
00:08:15: Also Unternehmensberatung in Berlin-Ninzigerjahre war von der Treuhandanstalt geprägt.
00:08:19: Das waren so die Abwicklungsorganisationen, die das DDR vermögen oder die DDR Betriebs-, also die DDR, die volkseigene Betriege privatisiert hat und für mich war das aber der bestmögliche Einstieg in Unternehmerrealitäten.
00:08:35: Ich habe zuerst versucht, die Nähe zu einer Bank zu suchen.
00:08:40: Ich dachte ich müsste, kennst du noch Wall Street den Film?
00:08:43: Ja, doch.
00:08:43: Also den Ersten mit Michael Douglas und ... ja also du kennst vieles den Zweiten.
00:08:48: oder was gibt das Original aus den Achtzigern?
00:08:50: Und das hat bei mir so eine Art Get Rich Quick-Muster ausgelöst, dachte ich mir okay, ich müsste einfach nur ein bisschen Börse lernen und werde dann relativ schnell vermögend.
00:09:02: Habe da relativ bald gemerkt dass es nicht so trivial ist wenn man das als Scale machen möchte.
00:09:08: Hab dann zum Glück bevor meine Eltern mich zu einer Banklehre gequatscht haben, habe ich im Praktikum noch während der Schulzeit wirklich einen Ferien- und Praktikum bei einer Bank gemacht.
00:09:19: Und dann hab' ich dann gelernt okay das ist ... Das war ja gesagt, da bist du spannend, aber stimmt gar nicht.
00:09:25: Also das ist so nicht mal interessant!
00:09:27: Das mache ich auf keinen Fall.
00:09:30: und so habe ich dann über ein Zufall gelernt dass Unternehmensberatung mir praktisch gegen Geld Praktisch Unternehmens- und Unternehmerrealitäten zeigen, in die ich als junger Student, als Anfang zwanzigjähriger überhaupt keine Einblicke gehabt hätte.
00:09:48: Also nicht wenn ich den normalen Weg gegangen bin!
00:09:50: Ich habe sozusagen eine legitime Abkürzung genommen indem ich mich einfach vollkommen ausbeuten lassen gegen guten Stundenlohn aber dann immer mitfahren durfte teilweise übernächtigt, also ich hab dann wirklich so die Sachen gemacht, die in den neunzigern Jahren üblich waren.
00:10:06: Also Nächte durchgearbeitet, Folien geschrubbt um das Glück zu haben mit zum Kundentemmin zu dürfen.
00:10:15: Aber das war für mich im Nachhinein der Treibstoff, der mich durch Studium gebracht hat weil ich dachte okay ich will Unternehmer werden und das habe ich relativ bald gemerkt.
00:10:25: Ich hab auch gemerkt, es hilft ein abgeschlossenes Studium zu haben.
00:10:27: Ich habe irgendwann gemerkt das ist vollkommen egal wie ich das mache.
00:10:31: Hauptsache ich kriege das irgendwie fertig und ich wollte Situationen kennenlernen in die ich mich rein denken konnte, die mich befähigen zu entscheiden oder zu überlegen ob ich mich in diesem Bereich irgendwie unternehmerisch betätigen kann oder nicht?
00:10:47: Wie würdest du es denn jetzt empfehlen... Studenten neben dem Studium irgendwie als Werkstudent oder Mini-Jobber oder sowas zu arbeiten?
00:10:54: Ja, total.
00:10:55: Also zwei... also do's and don'ts.
00:10:58: das eine ist, dass vielleicht so die wichtigste Grundlage bevor man irgendwie irgendwo arbeitet ist herauszufinden wofür man ich sage jetzt nicht Leidenschaft aber wofur man Interesse hat es gibt ja auch diese Diskussion sollte man wirklich seiner Leidenschaft oder seinen Fähigkeiten folgen?
00:11:15: und Was ist da im Grunde der richtige Nordstern?
00:11:20: Ich würde erst mal mit Interessensgebieten anfangen, bevor ich über Leidenschaft spreche.
00:11:25: Und wenn man Interessenzgebiete irgendwie für sich isolieren kann, dann würde ich dringend empfehlen daran zu robben, egal wie als Werkstudent und Praktikant alles Mögliche um ein qualifiziertes Gefühl zu entwickeln.
00:11:44: Der Unterschied ist eine abstrakte Vorstellung von außen oder etwas qualifiziertere Vorstellungen mit Inneneinsichten.
00:11:53: Und wenn man diese dann hat, also das wäre Mannel Nummer eins, dieses Interessensgebiet zu isolieren für sich herauszufinden und dann zu matchen.
00:12:02: inwiefern ist es etwas was man für sich erfolgreich besetzen kann?
00:12:10: Also Beispiel Es gibt jetzt zum Beispiel viele Leute, die sich für Fotografie interessieren.
00:12:16: Das Problem ist bei diesen Fancy-Jobs sind in der Regel die Menschen, die dafür interessiert haben ein Verhältnis zu den Jobs, die es in diesem Bereich gibt – also dem Margenpool, den man da irgendwie noch erreichen kann.
00:12:28: Das ist ein ungünstiger Verhältniss.
00:12:31: Jetzt entdeckt nicht jeder seine Leidenschaft für die Wirtschaftsprüfung aber das zum Beispiel im Bereich wo die meisten über die Leidenschaft hinkommen, sondern dadurch, dass sie erkennen, dass man in diesem Bereich vielleicht dauerhaft Geld verdienen kann.
00:12:45: Also das war ja Step eins – das Interessengebiet zu isolieren und dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich über solche Praxiserfahrungen nähert und im Don't-Bereich würde ich halt heute im Nachhinein mehr Energie darauf verwenden nicht dem Sozialerwarteten zu entsprechen.
00:13:10: Also sozial erwartete ist, kennst du das Beispiel Menschen die irgendwie eine Nullkommarform von der Abinote haben?
00:13:18: Denken sie müssen unbedingt Medizin studieren, weil man da mit den... Die Zugangsberechtigung wahrscheinlich schafft.
00:13:24: und jeder freut sich also auf den Elternabenden oder Elternabend gibt es ja dann nicht mehr.
00:13:30: Aber die Eltern freuen sich dann auch wenn jemand Medizinstudiert sein, die meisten nicht, fangen doch erst mal an Tischlerlehre zu machen Und sich als junger Mensch von dem Sozial Erwarteten zu entfernen, ist glaube ich ein Riesenskill wenn man das beherrscht.
00:13:50: Also nicht dass was einem von außen angetragen wird sondern das was man selbst den Inneren für sich erspüren kann was einem wirklich Interesse und vielleicht später auch Leidenschaft in der Tätigkeit bereiten wird.
00:14:05: Und wie schafft man das?
00:14:07: Wie du meintest, ist ganz schön schwerer Skill.
00:14:10: Viele haben ja diesen Druck von ... Ob es die Eltern sind oder einfach die Kerne durch die Schule oder so.
00:14:16: Dass man eben diesem geraden Weg geht irgendwie mit Studium und so.
00:14:21: Wie schafft sich der Druck zu entziehen?
00:14:23: Ich glaube erst mal muss man sich... Es ist eine gute Frage auf die ich nicht spontan eine Antwort habe.
00:14:28: Ich versuche keine Zeit zu gewinnen, aber ich versuch's abzuschichten.
00:14:32: Das Erste ist, sich über dieses ... potenzielle Probleme wirklich bewusst zu werden.
00:14:36: Viele meiner Meinung nach denken gar nicht drüber nach, weil sie praktisch einfach in einem in einem Funnel an Erwartungen.
00:14:44: und also es gibt eine Erwartung.
00:14:46: ich folge dieser Erwartungs das sind manche großen aber voll viele kleine Schritte Und in meiner Beobachtung sind die meisten Menschen sich gar nicht gewahr haben überhaupt kein Bewusstsein dass sie den erwartung von außen folgen.
00:15:01: Das ist übrigens auch ein phänomen.
00:15:02: das hast du jetzt nicht nur bei einer jungen Abiturientin, sondern das hast du auch bei einem fünfundfünfzigjährigen Fatih.
00:15:11: Das ist einfach nur menschlich.
00:15:14: Also Schritt eins wäre aus meiner Sicht sich bewusst zu werden, dass was von außen erwartet wird nicht unbedingt das ist, was man dem erinnern möchte.
00:15:23: und wenn man das rausfindet, dass es vielleicht gar nicht... also ich meine Vorgehen wäre, was ist denn immer das Schlimmste?
00:15:29: Was passieren kann, wenn ich diese Erwartung vom Außen nicht folge?
00:15:33: Ich werde arbeitslos, ich enttäusche Menschen etc.
00:15:36: So what?
00:15:36: Also die meisten Menschen, die du enttauschen könntest, die sind im Grunde gar nicht dann da wenn du irgendwann aufwasst und bist dann irgendwie keine Ahnung eine vierzigjährige Wirtschaftsprüferin und stell es eigentlich fest, du wärst viel lieber Medizinerin geworden, dann ist halt zu spät!
00:15:53: Und diejenigen, die dir vor zwanzig Jahren praktisch den den ja nicht offensichtlichen, aber den vielleicht auch ganz unabsichtlichen Druck gemacht haben.
00:16:02: Dass du vielleicht Wirtschaftsprüferin werden solltest was aus meiner Sicht so, weil das die schlimmstmögliche Prognose für dich war.
00:16:11: Aber diejenigen, die das praktisch damals unwissentlich ungewollt verursacht haben, die werden dann gar nicht mehr Accountable sein und du bist halt für dich selbst verantwortlich.
00:16:24: Heute bewusst ist, dass diese kurzfristigen Fragen wie Einstiegsgehälter und Akademikerarbeitslosigkeit eine sehr kurze Halbwertzeit haben.
00:16:32: Also das ist ja ein Thema was deine Generation schon viel weniger hat.
00:16:35: Das ist ganz andere Herausforderungen.
00:16:37: Und du wirst ja sehr wahrscheinlich wenn alles gut geht sehr lange berufstätig sein wollen im Idealfall.
00:16:46: Und umso wichtiger finde ich das, dass die erste Orientierung.
00:16:52: Du musst dich nicht für immer festlegen, weil diese Erstorientierung die größtmöglichen Fehler und Abzweigungen optimal aufsetzt.
00:17:02: Nix ist optimal, aber bestmöglich aufsetzst!
00:17:06: Und du nicht so eine Fahrtabhängigkeit kriegst wie ein Juristin hat es überhaupt keinen Bock auf Jura.
00:17:12: Aber deine Eltern waren beide Juristen und deshalb ist das was alle von dir erwarten.
00:17:16: Noch schlimmer sind wir wenn du irgendwas hast oder so.
00:17:18: Stimmefoto müsstest jetzt da Leben lang M&A Beratung machen.
00:17:22: Also kann ja sein, dass dir das Spaß macht.
00:17:24: Aber die Wahrscheinlichkeit, für dich genau das Richtige ist ... Die ist halt nur begrenzt?
00:17:31: Ja.
00:17:32: Wie wirst du dann darauf gekommen, zwei Tausend was Eigenes zu gründen?
00:17:37: Wie kam der Switch?
00:17:38: Ich ... also ich glaub, der erste Schritt war, dass ich schon in den Neunzigern wusste, dass sie Unternehmer seien möchte und es war mir fast egal wie ich das mache.
00:17:48: Also ich hab wirklich alles Mögliche angeguckt.
00:17:50: zuerst mit alten, also ich hab wirklich mit gebrauchten Computern gehandelt noch als Schüler.
00:17:56: Also ich habe jede Menge Zeithassels gehabt und hab immer wieder versucht ob sich das praktisch professionalisieren lässt.
00:18:06: aber da war nix dabei wo ich gedacht habe okay das ist jetzt wirklich so das Ding wo du all in gehst.
00:18:11: vielleicht war ich dann auch zu ängstlich oder zu wenig gut orientiert Und ich habe mir in der Station in der Unternehmensberatung ... ständig Unternehmen angeguckt.
00:18:22: Und die immer nicht nur vor dem Projektfokus, also das was wofür ich eigentlich bezahlt wurde... ... mehr angegückt sondern auch überlegt okay ist es eine Branche wo's irgendwie noch etwas zu holen gibt?
00:18:33: In den späten neunziger Jahren war ich in Frankreich in der Unternehmensberatung und da gab's so etwas wie ein E-Commerce Vorgängermodell.
00:18:41: Das lief über Minitel.
00:18:43: Es ist jetzt zu kompliziert zu erklären aber das ist dann eine eigene Properität Technologie,... ganz gut verteilt war.
00:18:50: und da gab's schon also e-Commerce über, ja also grundlangen e-commerce schon in den neunzigern.
00:18:56: Und dann hab ich dann irgendwann gesehen hey!
00:18:58: Da gibt es einen Blumenversender.
00:19:00: Also die haben halt wie die Flop das ist das war schon seit seit hundert Jahren kannst du halt blumen versenden über konst du halt mit konstzüber post die man brieferigen.
00:19:11: schick mal der klare jetzt blumen kannst du über telegramme machen kannst du später noch übers internet machen.
00:19:18: Und da hab ich dann gesehen, hey das ist ein Markt und der ist noch so organisiert wie vor fünfzig Jahren.
00:19:24: Da ist Volumen, also der Markt war groß genug.
00:19:28: Dann habe ich mit einem Kommiliton und einer Kommilitonen die Idee gefasst, da jetzt mal einen Businessplan zu schreiben.
00:19:35: Das war in dem Jahr neunundneutzig zwei tausend gar nicht so mutig weil die meisten hatten schon Businesspläne geschrieben, schon Funding.
00:19:42: Wir waren echt so spät zur Party dass es gerade noch ging.
00:19:47: sechs Monate später wäre diese Gründung gar nicht mehr möglich gewesen.
00:19:50: Alle in einem neuen Markt kollabiert ist und keiner uns Geld gegeben hätte für eine Idee und ein bisschen Internet-Shop, HTML.
00:19:59: Ja noch mal Glück gehabt also.
00:20:01: Also das Timing war im Nachhinein super dankbar weil es gerade noch rechtzeitig war um überhaupt Funding, also Geld einzusammeln von einem Wagniskapitalgeber im WC.
00:20:12: Wenn es etwas früher gewesen wäre dann hätten wir die Kohle zu früh wieder aus, das Geld was wir eingesammelt haben schon wieder ineffizient ausgegeben und so war uns klar.
00:20:24: Das Geld war da aber der Markt ist kollabiert und deshalb war ganz klar Wir müssen jetzt mit dieser einen Tankfüllung, die wir auf unser Unternehmenskonto gekriegt haben durchhalten bis wir profitabel sind.
00:20:35: Und das war im nachhinein vielleicht nicht die allerbeste Situation Auf jeden Fall die zweit beste Situation um zu überleben.
00:20:44: Wie war es denn so Funding zu bekommen?
00:20:45: Also wie funktioniert sowas, wie geht man davor?
00:20:48: Erstmal hat man idealerweise eine Idee und ist im Gründerteam sicher dass man mit dieser Idee rausgehen möchte.
00:20:56: Das ist insbesondere auch damals wenn man ein sogenannter First Time Founder ist besonders wichtig Und das hängt auch immer sehr stark davon ab wie gerade die Marktstimmung ist und Dankbar, die konnte jeder verstehen.
00:21:17: Die haben sehr stark davon profitiert, dass es schon ein Vorgänger-Geschäftsmodell gibt.
00:21:21: Du musst das irgendwie nicht was vollkommen neu erfinden sondern man konnte da schon machen.
00:21:26: Wir konnten das Kleidung verschicken alles was in Paket ging und wir haben das im Grunde auf Blumen angewendet.
00:21:33: Das heißt du musst es als Investor jetzt nicht riesengroße intellektuelle Putzelbombe machen um das zu verstehen.
00:21:41: Also die Marktstimmung ist ganz wichtig.
00:21:43: Das Gründerteam war, ich würde sagen gut nicht brillant aber gut.
00:21:48: und dann haben wir einen sehr ordentlichen Businessplan geschrieben und damals hat die Kombination aus Marktstimmungen Timing und Konzept dazu geführt dass wir nur zwei Gespräche führen mussten um vier Millionen D-Mark auf eine sechzehmillion Bewertung zu kriegen.
00:22:01: also wir im Grunde vier Millionen Demage also bummelig zwei Millionen Euro für fünfundzwanzig Prozent unseres Unternehmens geraisst eingeholt.
00:22:11: und das finde ich im Nachhinein, wir waren damals alle so bummelig um die siebenundzwanzig Jahre alt hatten keine echte Gründungserfahrung.
00:22:19: Meine Führungs-Erfahrungen hat sich auf den halben Werkstudenten erstreckt.
00:22:24: also im nachhineinen muss man sagen waren unsere Investoren wirklich sehr großzügig mit uns und wir haben es ja auch irgendwie dann hingekriegt.
00:22:32: aber das war sehr sehr stressig diese Zeit.
00:22:37: aber jetzt vielleicht gleich zu heute war das eigentlich ein Witz Wie einfach das war.
00:22:42: Und wie ist es dann so mit den Investoren zusammenzuarbeiten?
00:22:45: Boah, da habe ich wahnsinnig viel gelernt!
00:22:47: Da ist ein bisschen... Das wäre so ein Beispiel für der Blick von außen muss wirklich überhaupt nicht dekungsgleichen mit dem Blick von innen sein.
00:22:54: Ich dachte immer naja, das sind ja die großen Jungs, die Riesengelder verwalten, die müssen ja wirklich einen Plan haben.
00:23:01: und also wenn sie diesen Plan wirklich so hatten, also insbesondere für die Dinge, die dann unvorhergesehener Weise kamen Wenn Sie diesen Plan hatten, dann haben sie mir bis heute nicht mitgeteilt.
00:23:10: Auf jeden Fall war es jedes Mal so dass wenn Gründer auf Investmentmanager gestoßen ist ein Riesen-Clash gab zwischen operativer Praxiserfahrung und abstrakter strategischer guideline.
00:23:26: also unsere Investoren haben uns noch Nachdem der neue Markt kollabiert ist, empfohlen mehr Geld auszugehen im Marketing.
00:23:33: Mehr Märkte zu besetzen nicht nur Deutschland was für uns den sofortigen Tod bedeutete also den sehr schnellen Tod bedeutet hätte.
00:23:42: Aber das war für mich als junger Gründer eine totale Herausforderung weil ich dachte im Moment Das kann ja nur einer jetzt irgendwie recht haben entweder die Jungs Ich kann es wirklich bewusst Jungs sagen was da keine Damen gab die involviert waren die Jungs, die praktisch auf einem dreistelligen Millionen Budget sind zum das verteilen und sehr selbstbewusst aufgetreten sind.
00:24:03: Oder wir in Anführungsstrichen Anfänger, die einfach nur nach gesundem Menschenverstand agieren gesagt haben, dass wird uns total überfordern?
00:24:11: Und wie soll im Grunde der Return on Investment da jetzt in einen Zeitraum zurückkommen, den wir noch erleben?
00:24:20: Das hat für mich auch im Weichen gedauert, dass ich gelernt habe nur weil die größere Selbstbewusstsein haben und ein besseres Auftreten.
00:24:29: Die haben sich hinter einer großen Gruppe, also es war Boda, einen Verlagshaus, die eher sich gut... Also diese Verlagshäuser sind meiner Erfahrung nach alle, ich will nicht sagen Scheinriesen aber sie wirken alle deutlich größer professioneller durch ihre Medienpräsenz als sie wenn man hinter die Kulissen guckt dann wirklich unternehmerisches Bild abgeben.
00:24:50: Aber bitte schön, das habe ich ja lernen müssen, dass dieser Schein nicht jedes Mal die Realität abbilden muss.
00:24:58: und was mir damals geholfen hat ist sehr früh mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern mich auszutauschen und mit deren Erfahrung das abzugleichen.
00:25:10: Und ich bin heute noch wahnsinnig dankbar für einen Austausch mit einer Portfoliokampagne auch aus dem selben Haus.
00:25:18: Das war zu plus.
00:25:20: Und ich habe die Gründer damals und die eine Gründerin gefragt, wie sind denn eure Erfahrungen?
00:25:27: Haben sie ihn planen oder auf jeden Fall sollen wir uns dann verlassen?
00:25:31: Die haben da ne sehr deutliche Meinung gehabt.
00:25:34: Und das hat mir mega geholfen!
00:25:36: Ich bin so froh, dass sich das gemacht hat.
00:25:37: Es hat sich über meine komplette unternehmerische Laufbahn durchgezogen, dass ich mich nicht zurückgehalten habe in dem ich Menschen offen gefragt habe, was ihre Erfahrung ist und da jedes mal positiv überrascht war.
00:25:55: Was ich daraus erlerne und auch jedes Mal mehr als erleichtert bin weil es wäre echt teuer geworden wenn ich diese Erfahrung oder dieses Wissen nicht durch dieser Art von Netzwerk irgendwie gewonnen hätte.
00:26:11: Du hast dann ja auch Jahrzehntausend für deine Anteile verkauft?
00:26:13: Wie kamst du der Entscheidung dann?
00:26:16: Das war eigentlich gar nicht so richtig freiwillig.
00:26:22: Und verkauft ist ein großes Wort, im Grunde habe ich meine Anteile zu okayen Bedingungen wieder andienen können.
00:26:29: Wir als Gründerteam sind in dem Moment wo die Mehrheit an Valentins.de hatte, meine erste Gründung, auseinander gerissen worden Und das Unternehmen war dann zwar, also einer meiner Mitgründer ist durch Boda praktisch rausgenommen worden und ich als Gründer hatte nicht mehr genügend Stimmen um das irgendwie... Also wir als Gründe hatten nicht mehr Genügendstimmen, um das zu verhindern.
00:26:57: Auch das war ein totaler Akt der Nahivität.
00:26:59: Das haben wir einfach nicht für möglich gehalten, dass die so einen dummen Schritt machen würden.
00:27:04: Das war auch wirklich ...also die Art war einfach, dass wir als Team vielleicht kleiner werden in der Geschäftsführung, darüber kann man sprechen aber über das wie gibt es aus meiner Sicht keine Zweifel.
00:27:15: Und das hat für mich auch bedeutet, dass ich keine Zukunft in dem Unternehmen sehe.
00:27:21: Das Unternehmen war profitabel gerade mal so zum ersten Mal.
00:27:28: Wir haben jede Menge Fehler gemacht die wir dann praktisch weniger kuriert haben.
00:27:33: und dann war die nächste Aufgabe wenn du als profitables Unternehmen bist aber nicht mehr strategischer Bestandteil im Portfolio bist einen Käufer zu finden.
00:27:42: Und dann hatten wir diesen Käufer vermeintlich gefunden, aber dann ging die Verhandlung nicht weiter.
00:27:46: und dann war es auch unklar wäre eigentlich in der, dass jetzt die diplomatische Ausdrucksweise, wer diese Verhandlungen führt.
00:27:53: Das führte dazu, dass die Gespräche nicht mehr weitergingen.
00:27:57: Ich aber ein Angebot hatte meine Blumenversenderkarriere im anderen Verein fortzusetzen – das ist wirklich die Kurzfassung!
00:28:07: Ganz nebenbei hatte ich auch einen Fehler, den man nur als wirklich sehr entfernte Investor macht.
00:28:14: Ich hatte nur noch ... ich glaube, ich hätte nur noch sieben Monate Vertrag.
00:28:21: Ich habe als Geschäftsführer eine Befristung also ein Zeitvertrag, der lief ab und ich hatte keine weitere Perspektive.
00:28:28: Und auch in den Gesprächen wurde mir dann gesagt, poch, wir müssen wirklich keine Zeit uns um deinen ... Geschäftsührer-Vertrag zu kümmern.
00:28:36: Du bist bei uns so im Portfolio die Nummer twohundert fünfund dreißig.
00:28:40: Na ja, wenn du dann irgendwie wie alt war ich denn da?
00:28:43: Wir waren schon wie so drei Jahre alt.
00:28:45: Ich will jetzt nicht die Familienvaterkarte ziehen, aber egal jeder Mensch der irgendwie sehr viel Zeit und Herzblut in seinen Unternehmen reinsteckt möchte eine Perspektive haben, die weiter als sieben Monate geht.
00:28:59: Und die Kombination aus wir wurden im Grunde entmachtet wurden auch nicht mehr richtig eingebunden, plus gab es keine Perspektive.
00:29:07: Die haben im Grunde dann das Feld bereitet, dass ich offen war für Veränderungen und dann zu Blumen zweitausend gewechselt
00:29:15: bin.".
00:29:16: Und eigentlich war das gar nicht freiwillig.
00:29:18: Das wäre alles nicht passiert, wenn wir als Gründerteam besser oder schlechter geworden wären, aber wenn wir in Tag gewesen wären ... diese eher taktischen und Loyalitätsfehler von der Gesellschafter Seite nicht begangen worden wären, wäre ich niemals zu Blumen zur Tausend gegangen.
00:29:35: Im Nachhinein bin ich dankbar, dass es passiert ist weil ich konnte mich dann da praktisch in dieser Aktiengesellschaft, also ich konnte da Aktien kaufen, ich konnte das selbst bestimmen.
00:29:45: Ich hatte zwei wenige Anteile die waren aber im nachhineinen viel mehr wert Und ich konnte dieses Unternehmen mehr oder weniger bis auf wenige Ausnahmen vollkommen autonom führen und habe mich fast ins gemachte Nest gesetzt.
00:29:58: Also im Nachhinein bin ich sehr dankbar, dass das so gekommen ist.
00:30:02: Ich bin dadurch nach Hamburg gezogen mit meiner Familie was für E-Commerce-Unternehmer viel besserer Standort aus meiner Sicht als Frankfurt.
00:30:10: aber so ist es im Grunde dazugekommen, dass ich mich vom Valentinstrennen musste.
00:30:14: also es war gar kein wollen sondern eher ein durch äußere Umstände erzwungenen Akt der im Nachhilfe für mich wirklich den weil Blume zweitausend für mich dann sehr, sehr erfolgreich wurde.
00:30:29: Aber im Grunde, wo ich zu meinem Glück gezwungen bin, so kann man das sagen.
00:30:32: Wo waren denn die größten Unterschiede zwischen Blume zweitausend und Valentins?
00:30:36: Also wodurch du ja auch als Gründer warst?
00:30:40: Blume Zwei Tausend war, als ich da in dem Jahr zwei tausend fünf meine Tätigkeit begann ein gut aufgesetztes Unternehmen was seinen Potenzial überhaupt noch nicht ausgeschöpft hatte.
00:30:52: Die hatten eine sehr gute Produktionsinfrastruktur und die haben sich schon immer eher auf das Preis Mittelfeld bis auf das untere Preis Niveau konzentriert.
00:31:03: Jeder Blumenstrauß, der von uns versendet wird, wird nicht durch den Wettbewerber versendete.
00:31:07: Und die waren trotzdem, haben sie ihr Potenzial irgendwie nicht gehoben weil es keine Online-Marketingen ... Die waren mehr so produktorientiert und produktionsorientiert.
00:31:18: aber Sie haben sich diese ganze Thema der Marktbearbeitung oder der Kundengewindungen Das haben sie im Jahr, als gerade auch so digital Marketing erwachsen wurde noch nicht ausreichend gut machen können und das haben wir dann angefangen aufzusetzen.
00:31:34: Professionelles Suchmaschinenmarketing, Gutscheinmarketing war schon erfunden aber noch nicht professionellisiert und wir haben im Grunde nur handwerklich im Online-Marketing das eingezogen was man halt im Jahr zwei tausend fünf machen konnte.
00:31:48: Und so sind wir ja in dieser Strecke.
00:31:50: Zwei Tausend Fünf bis zwei Tausende Neun halt wahnsinnig stark gewachsen also irgendwie von unter fünf Millionen Euro Umsatz, in einem deutlich zweistelligen Millionen-Umsatz und vor allen Dingen sind wir auch profitabel geworden.
00:32:03: Weil das Unternehmen einfach gut aufgesetzt war im Prinzip von der Produktionsseite.
00:32:08: also wir konnten halt mit jedem Blumenstrauß Geld verdienen und haben dann Dinge professionellisiert die heutige Standard sind.
00:32:14: Also als wir gescheite Grußkarten versendet haben dass wir Addons, also Praline-Teddies
00:32:19: etc.,
00:32:20: Wir haben im Grunde den Deckungsbeitrag pro versammten Blumenstrauss in wenigen Jahren, ich glaub, verdreifacht.
00:32:27: Und haben das Volumen ... In den fünf, sechs Jahren, in denen ich da mitwirken durfte, muss ich mal kurz nachrichten, verzehnfacht.
00:32:39: Das war halt eine super Zeit!
00:32:41: Ja, das klingt sehr beeindruckend.
00:32:43: Was waren denn ein paar Schwierigkeiten, die du da getroffen bist um Online-Blumenhandel?
00:32:49: Also worauf ich mich einstellen musste ist, dass Blumenzweitausend zu einer Unternehmensgruppe gehört.
00:33:00: Die Grunde so eine ähnliche, so eine Family-Office ähnlicher Struktur hat die eine Parallelorganisation hat die Handelsgesellschaft oder damals ihr heute zusammengeführt meines Wissens nach aber damals war die Blumenzeitausende Media AG eine eigenständige Schwester der BlumenZweitaushandelsgesätschaft und da gab es so eine Art Parallellkultur Eigentlich Geschäftskonzepte, die außer der Marke wenig gemeinsam hatten.
00:33:26: So, die einen haben halt ... Blumen und Zweitausend kennst du ja als Fägerliste.
00:33:32: Also Blumen streust du damals weniger und pflanzen in einem Preisanstiegsegment verkauft.
00:33:38: Und wir haben Geschenke verkauft so.
00:33:40: Da musste ich lernen dass die Markenwahrnehmung nicht immer gleich ist oder auch nicht immer hilfreich ist.
00:33:48: dann haben wir sehr erfolgreich das Business-to-Business-Geschäft aufgebaut im Versand.
00:33:55: Da hatte ich gar keine Erfahrung, wie das funktioniert und da konnte ich auch auf keine Ressourcen zurückgreifen.
00:34:01: Dann musste ich lernen dass so die Thema der Geschwindigkeit der IT bei eCommerce Startups eine andere ist als was vielleicht in eher traditionellen Handelsunternehmen gelernt werden.
00:34:14: Wir haben es damals sehr isoliert behandelt aber war immer so ein Pain-Point, den ich eine Zeit lang unterschätzt habe.
00:34:23: Und dann hab' ich auch gelernt was sich ganz anders mir vorgestellt haben das Sourcing also der Einkauf zwar eine mögliche Hilfe ist aber wenn man Marktanteile gewinnen möchte der reine Preis für die Beschaffung einer Ware nicht das Allerwichtigste ist, sondern die Integration in wirklich kundenorientierte Prozesse.
00:34:44: Also dass ich die Ware so beschaffe, dass sich ein Blumstrauß der um zwanzig Uhr bestellt wird am nächsten Vormittag bei der Empfängerin und den Empfängern habe ... Dass der reine Stückpreis dann nicht so wichtig ist.
00:34:58: Nicht so wichtig wie man im normalen Einzelhandel denkt.
00:35:01: Ja.
00:35:02: Wie viel Blumstreiß habt ihr an Verkauft?
00:35:05: An dem besten Valentinstag!
00:35:07: Also meine ... Die Blumenversenderkarriere bei Blumensvertausen hört ja irgendwie so im Muttertag.
00:35:13: Und das war auf jeden Fall eine dreistellige Anzahl an Blumenstreußen, was in einer riesigen Peak-Belastung ist.
00:35:20: weil du schickst halt ne bummelige vierstellige Anzahl pro Tag an so einem normalen Dienstag im September raus und dann musst du halt auf einen Tag halt ne Riesenkapazität bewergen also bereitstellen abschöpfen können.
00:35:38: Und Blumen, ich will dich jetzt nicht langweilen mit den Besonderheiten eines Blumenversandts in Zebens, aber Blume ist erstmal ein halbfertig Produkt.
00:35:45: also du kriegst im Viroware und musst daraus einen Blumenstrauß machen.
00:35:49: das muss diesen Blumen Strauß noch verpacken und man muss diese Verpackung diesen sehr voluminös auf einen so einen DHL Hänger den so auf der Autobahn sehen kannst gehen gerade mal fünfhundert Blumenstreuße.
00:36:00: Das heißt wenn du dann pro Tag irgendwie achtzig neunzig tausend Blumen Streuße verschickst musst du dich für diese Tage wirklich mit der DHL integrieren, als sei es du Amazon.
00:36:11: Also damals ... Das sind jetzt alles Geschichten aus dem Jahr zehntelf war Blume zweitausend an diesen Peak-Tagen, Valentiestach und Muttertag gleich bedeuten wie Amazon.
00:36:23: nur waren das bei uns halt irgendwie nur so zwei Wochen im Jahr.
00:36:26: Bei Amazon halt zwanzivzig Wochen
00:36:28: im Ja.
00:36:29: Wow!
00:36:30: Das ist bestimmt sehr schwierig und ein besonderer Tag dann im Jahr.
00:36:38: Du bist vom Blumenhandel wieder weggegangen, du hast wieder selber gegründet?
00:36:43: Wie kam es zu der Entscheidung, dass du wieder die Lust hattest, was Eigenes zu machen?
00:36:49: Die Innenseicht war erst mal ... Ich hatte dann elf Jahre Blumenversand auf dem Buckel.
00:36:55: Und ich hatte das Gefühl, da sich jetzt die ... Meisten Levels dieses Spiel durchgespielt habe.
00:37:03: Und mein Gefühl war auch, dass jetzt die nächsten Stufen, die es kommen nicht mehr so spaßig werden ... Also spaß ich weiß ja auch nicht immer, aber das die nächste Stufe deutlich hätte.
00:37:13: daran werden dann irgendwie einen Marktanteil von also irgendwas zwischen zwanzig und dreißig Prozent.
00:37:18: Und die nächsten zehn Prozentmarktanteile, die wären deutlich schmerzlicher gewesen.
00:37:22: Und dann war das auch praktisch wenn ich auf meinen eigenen Lebensweg guckte.
00:37:26: Ich war da praktisch in meiner Komm- Also in meiner dominierenden, wenn man die Unternehmensberaterzeit mal wegrechnet war ich eigentlich immer nur im Blumenversand tätig und meine Leidenschaft war eigentlich im Bereich Online Marketing also alles was mit Kundengewinnung und Kundenbindung zu tun hat.
00:37:43: Und ein bisschen das Analytics Thema so Web Analytics etc.
00:37:46: Das waren Systemen die sehr wichtig waren und die auch noch am Anfang standen.
00:37:51: Meine interne Sorge war dass ich dann irgendwann der Blumenfredo bin, der halt Blumen in den Kisten packen lässt und hatte einfach keine Lust das mein Leben lang zu machen.
00:38:01: Also das war jetzt gut!
00:38:03: Mein Deal war auch so gestrickt dass ich meine Anteile nicht zu jedem Zeitpunkt verkaufen konnte.
00:38:10: Da gab es ein Zeitfenster nach sechs Jahren da konnte ich meine Antheile andienen und für mich wäre so ein Event wo ich zum ersten Mal in meinem Leben mich wirklich als materiell reich empfunden habe, was mir die Freiheit gegeben hat wieder selbst zu gründen.
00:38:26: Und ich habe diese Anteile geputtet wie man so sagt ohne dass sich schon einen Plan hatte für die Zukunft.
00:38:32: Ich wusste halt nur also was ich nicht will.
00:38:35: Ich wollte nicht für den Rest meines Lebens und das wäre aus meiner Sicht eine Solbruchstelle gewesen.
00:38:40: wenn ich die verpasst hätte dann werde ich die weiteren elf Jahre auch noch der Blumenfredo gewesen.
00:38:46: Das war meine größte Sorge dass ich praktisch in dieser Ecke bleiben muss gar nicht hingehören.
00:38:52: Und deshalb dachte ich, ich möchte wieder was mit Company Building und Online Marketing machen oder hatte wirklich keine Ahnung, habe rechts und links geguckt wer bei einer Venture Partner bei einem WC geworden?
00:39:01: Ich hab das zum Glück nicht gemacht weil ich dann auch gesehen hat Mensch so ein WC muss auf viel Financial Engineering und Fundraising machen und dass Portfolio Management nicht gleich Company Building ist.
00:39:11: Dann habe ich erst mal eine Unternehmensberatung gegründet die Digital Marketing besser macht insbesondere für die Gesellschaft der Perspektive.
00:39:20: Also nicht nur wie eine Agentur, die praktisch Kampagnen macht – das können wir auch – aber die vor allen Dingen Marketinginvestitionen und Marketing-Setups besser macht, webbeherbsfähig macht.
00:39:30: Und das Digital Forward war für mich so jahrelang das Zentrum um zu lernen und auch anzuwenden, wie effiziente wachstumsorientierte Marketingsysteme aufgesetzt und verbessert werden können.
00:39:44: Aber auch die Idee zu digitalen Vorwürfen war jetzt nicht so sehr planvoll, sondern eher ein bisschen Nachfrage orientiert und Leidenschaftsorientiert.
00:39:51: Weil ich gerne Digitalmarketing-Prozesse besser mache.
00:39:55: Ja das ist ja auf jeden Fall ein Wechsel von dem was du vorgemacht hast, dein Ziel.
00:40:00: Außerdem hast du in den letzten Jahren verschiedene PES beraten.
00:40:06: Was machst du da so?
00:40:07: Wie sieht es aus?
00:40:08: Also... Private Equity Fonds auch als kundefürdisch der Vorwurz spielen eine große Rolle, die und ich als Person werde regelmäßig hinzugezogen wenn es um meistens digital Marketing oder E-Commerce Fragen geht.
00:40:29: Ich habe ein festes Assignment mit einem Fonds HIG wo ich Senior Advisor bin aber auch bei kleineren PE für deren Portfolio Companies als Beirat Experte unterwegs gehen nach dem, was wirklich gebraucht ist.
00:40:44: Ich finde das halt super spannend weil es halt genauso die Gesellschaft der Perspektive richtig abbildet.
00:40:50: PS sind super rational in ihren Analysen und Entscheidungen also dass es klingt eigentlich normal ist aber im Marketing nicht immer so der Fall.
00:41:01: Also alles was analysier- und quantifizierbar ist aus meiner Sicht da gerade noch in den älteren Marktingssystem unterentwickelt.
00:41:10: Und das ins Digitalmarketing zu tragen, was für BtoB als auch für BTOB ist etwas, was bei PES gefragt ist.
00:41:18: Weil es auch egal ob es jetzt für die Transaktion ist also wenn ein PE-Unternehmen kaufen möchte aber vor allen Dingen auch wenn das Unternehmen wertvoller gemacht wäre so eben Unternehmenswert gesteigert werden soll ist halt wichtig den Prozess der Kundengewinnung und Kundengebindungen auf digitaler Basis einfach effizient und wachstumsorientiert zu machen.
00:41:38: Den kreis hast du ja endgültig geschossen, ein bisschen.
00:41:40: Als du es in den Valentinen zurückgekauft hast?
00:41:44: Wie war das für dich?
00:41:45: Boah!
00:41:45: Das war im Nachhinein eine unglaublich gute Fügung.
00:41:53: Was auch so?
00:41:54: diese These, dass man flexibel bleiben muss und offen für seine Leidenschaft bleiben sollte.
00:41:58: In dem Fall kann ich jetzt wirklich von Leidtschaften nicht nur von Interesse sprechen.
00:42:02: Und die Leidschaft war halt für unternehmerische Situationen Alleingesellschaften von DF habe ich, das ist ein Vorwort.
00:42:09: Habe ich auch jede Menge Freiheiten, jede Menge Zeithassels zu verfolgen.
00:42:13: und das war einfach nur Opportunität wo Valentins aus von Boda verkauft werden sollte dieser Prozess in Stocken geraten ist und nicht dann gefragt wurde ob ich da aushelfen könne.
00:42:27: Und Dann hab ich mich Mit diesem mit der Situation des Unternehmens zudem ja im Grunde seit Oberflächlichen Kontakt hat, also wir haben immer noch zum Geburtstag gratuliert.
00:42:39: Also die handeln Personen und ab und zu mal ausgetauscht.
00:42:42: wenn es keine Ahnung, wenn der Herr Elmer aufgehört hat langsam da Blumenstreuse zuzuschicken so aber Ich hatte eigentlich ja mit dem Blumenhandel nichts mehr zu tun.
00:42:52: Und da gab's für mich die Gelegenheit Valentins zu hundert Prozent zu kaufen.
00:42:57: und Das ich habe ja valentines nie so hundert prozent besessen.
00:43:02: und Die Und im Nachhinein bin ich dankbar A für die Opportunität und B auch, dass ich mehr oder weniger den Mut entschlossen habe diesen Schritt zu wagen.
00:43:11: Weil das wäre jetzt jenseits meiner Komfortzone.
00:43:15: Ich hatte auch ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor der Niederlage.
00:43:18: also wenn ich es nicht gemacht hätte dann wären zwei Gründe gewesen ist nichts zu machen.
00:43:23: Einer wäre das Offensichtliche sich zu verzetteln weil ... mit dem politischen vorworten Geschäft, das schon mal eine Großteil meiner Aufmerksamkeit irgendwie gezogen hat.
00:43:32: Also Verzettlung ist das eine, dass ja immer so das Thema Unternehmern.
00:43:35: bei Unternehmen muss du fokussiert sein oder musst du in der Lage sein auch Opportunitäten wahrzunehmen und das andere ist ein mehr psychologisches Argument, das sozial erwartete.
00:43:46: was ich eingangs sagte... Was wäre gewesen wenn ich jetzt Valentins zum Beispiel gegen die Wand gefahren hätte?
00:43:53: Weil Valentin war zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht profitabel und es gab Diverse Herausforderungen im Markt, aber auch bei Valentins.
00:44:00: Und ich hatte ja damals auf guten Grund gesagt, dass die Partie in Blumen versandt ist nicht mehr so wahnsinnig toll wie in der Zeit von zweitausend bis zu tausend elf.
00:44:08: und Die Angst jetzt noch mal Praktisch im fortgeschrittenen Unternehmeralter nochmal praktisch danebenzugreifen, die war schon da.
00:44:16: Dann habe ich gesagt naja gut was also schlimmster passieren kann ist das so halt eine Niederlage erleidest.
00:44:21: Und nachher bin ich sehr dankbar und froh, dass mich auch mein Umfeld motiviert hat diesen Schritt zu gehen.
00:44:31: Wir waren dann im August oder September beim Notar und haben uns dann eben auf gesundere Beine gestellt.
00:44:39: Dann kam Corona mit der Shutdown.
00:44:43: Das war für Valentins eine sehr wirtschaftliche erfolgreiche Zeit!
00:44:48: Was hast du denn, also wie bist du in die Herausforderung, die du eben meintest?
00:44:51: Die Valentines damals quasi hatte.
00:44:53: Wie bist du dir angegangen?
00:44:56: Erst mal durch zuhören und versuchen nicht alles selbst besser wissen zu wollen und besser zu machen sondern mit dem bestehenden Team die Möglichkeiten abzuschätzen.
00:45:11: was kann weg ist gut was kann einfach nur besser gemacht werden?
00:45:16: worauf können wir uns konzentrieren?
00:45:18: Was sind mögliche Ziele?
00:45:21: Und da war im Grunde Geidens zu geben.
00:45:24: Also Sicherheit vor Wachstum, Profitabilität vor Wächstum waren so ganz einfache Entscheidungen.
00:45:31: wenn du diesen Nordstein vorgegeben hast was einfach nur eine Frage der Exekutionen was dann folgen konnte.
00:45:37: Weil das Unternehmen hat aus meiner Sicht jahrelang nicht gelernt Kaufmensch vernünftige Entscheidung zu treffen und hat jede Menge eher politisch taktische Entscheidungen verfolgt Und das kann in so einer Größenordnung halt nicht zum Erfolg führen.
00:45:53: Also es war eigentlich nur gesunder Menschenverstand, dann sich von großen Abhängigkeiten zu entledigen oder Dinge die vielleicht gut aussehen aber Unternehmen sehr unflexibel machen wie
00:46:02: z.B.,
00:46:03: das komplette Finanzwesen auf SAP laufen zu lassen.
00:46:06: bei der Größenordnung also wenn du weniger als semi-honore Umsatz machst und so ein Sonderlocken Geschäftsmodell hast wie Blumenversenden da musst du nicht auf SAP Allein.
00:46:17: diese Entscheidungen haben schon, ich würde sagen den Großteil des Verlustes Wett gemacht.
00:46:23: Du hast es dann ja auch im Jahr- und Jahrzehntausend verkauft?
00:46:27: Bist du jetzt final aus dem Blumenhandel raus oder ist das noch mal ein Comeback?
00:46:31: Also eigentlich soll man ja sagen Neva's Then Never Again.
00:46:34: Ich habe ja auch zum Jahrzehn- und Elf sehr entschieden gesagt dass ich nie wieder was mit Blumen zu tun haben möchte außer aus privaten Gründen.
00:46:43: aber ich sehe das wirklich für mich als abgeschlossen.
00:46:46: Es ist auch eCommerce, war schon vor der Corona-Zeit.
00:46:52: Schwieriges Fahrwasser und ist jetzt drei Jahre nach der Pandemie oder Hochzeit überhaupt nicht einfacher geworden.
00:47:03: Das heißt die Player, die da sind haben alle ein sehr hohes Professionalitätslevel das es überhaupt kann zuckerschicken.
00:47:12: Da muss man wirklich sehr gut arbeiten.
00:47:14: Ich sehe meine Zukunft dann nicht mehr.
00:47:17: Ich hatte da jetzt eine gute Zeit, ich beobachte das noch gerne aber das ist kein Thema.
00:47:23: was mich also A wo ich mich für besonders hilfreich empfinde Aber B das fast noch wichtig also genauso wichtig Da hab' ich jetzt auch wirklich keine große unternehmerische Verlockung die ich da verspüre.
00:47:40: Um mir jetzt das Ganze so ein bisschen abzuschließen Hast du vielleicht drei Tipps für deinem achtzehnjährigen selber geben würdest.
00:47:47: Ja, drei Tipps!
00:47:49: Der erste Tipp ist macht dir nicht so viel Gedanken was deine Umwelt von dir erwartet.
00:47:57: Das zweite Versuch zu abstrahieren was kurzfristig und langfristig wichtig ist.
00:48:03: ich habe damals halt ständig gedacht das haben viele Menschen wirtschaftliche Sicherheit oder wirtschaftlicher Fortschritt einfach Geld auf dem Konto ist primär wichtig.
00:48:15: Schwer jemand zu sagen, der halt noch kein Geld verdient.
00:48:18: Aber das hätte ich gerne deutlicher gewusst gesagt macht dir keinen Kopf Das kommt schon wirklich von alleine.
00:48:27: und das dritte ist Du musst dich bei allen Entscheidungen du muss sich nicht für den Rest seines Lebens entscheiden.
00:48:34: Du musst aber in der Lage sein dass was du machst Durchhalten Nicht nur durchhalten zu können sondern auch wirklich jeden morgen gerne machen zu wollen.
00:48:43: also dieser Dieser dieser Satz praktisch, dass man seine Leidenschaft folgen sollte oder Motivation den mit Einschränkungen finde ich den schon wichtig ist.
00:48:54: Ich kenne kein Menschen unternehmerisch handelnden Menschen der wirklich zufrieden ist als menschen nicht nur Als Wirtschaftseinheit sondern als man der wirklich Zufrieden ist der seinen Job nicht gerne macht und das wirklich zu verfolgen und auch die Freiheit zu haben, dass man sich neu entscheiden kann.
00:49:14: Auch wenn man vielleicht schon irgendwie älter als dreißigvierzig oder fünfzig ist das hätte ich gerne schon als achtzehnjähriger gewusst.
00:49:20: also vierte punkt vielleicht noch fang früh an dich mit gleich gelsinnten auszutauschen.
00:49:26: das war das vielleicht der wichtigste punkt.
00:49:28: der vierte Punkt ist so etwas was ich jedem empfehlen möchte der gerne mit menschen arbeitet oder unter menschen.
00:49:40: Durch dieses fragen gibt man auch ein bisschen was von sich selbst preis.
00:49:44: Viele denken glaube ich, dass man dadurch unsicher wirkt oder planlos oder ähnlich ist und das stimmt doch.
00:49:49: also ich habe da durch unsicherheit preisgegeben.
00:49:53: Ich hab überhaupt keinen Plan wie wir hier unser Geld im online Marketing ausgeben.
00:49:56: wie macht ihr denn das?
00:49:58: Aber diese Frage hat aus meiner Sicht die beste Rendite und fast kein Risiko.
00:50:04: Hast du vielleicht ein, zwei Leute von denen jetzt ich noch lernen könnte?
00:50:08: Die vielleicht hier im Podcast sein könnten und gute Tipps für andere Ständen haben.
00:50:18: Einer der mir spontan anfällt ist einer mit dem du heute um dreizehn Uhr sprechen wirst.
00:50:23: Wenn alles klappt, Philipp Westermayer Dann würde ich dir eher als Entscheidungsmuster an die Hand geben guck nicht so sehr auf das was die Leute auf LinkedIn posten würden.
00:50:38: Ich habe oft festgestellt, dass die Menschen, die Interessante oder aus meiner Sicht gute Wege gefunden haben.
00:50:46: Nicht diejenigen sind, die sie am lautesten preisgeben.
00:50:51: Einer der mir sonst noch einfallen würde ist Michael Schretzemeier.
00:50:57: Philipp Schröder hast du mit dem schon gesprochen?
00:50:58: Ja!
00:50:59: Das ist auch ein ganz feiner Kerl, der auch sehr transparent und kein Overseller ist.
00:51:05: Thomas Preuss So glaube ich, das ist ja unsere Hamburger Gängen mit denen wir uns hier regelmäßig aussehen.
00:51:11: Philipp Kreilbaum vielleicht noch?
00:51:14: Das sind ganz feine Menschen die sehr im ... Also verhältnismäßig nicht alle von denen ich gerade aufgezählt habe sind leise aber aus dem man deutlich gute Weisheit, da kann man echt von Weisheiten sprechen rausholen kann.
00:51:31: Vielen Dank für die Tipps.
00:51:33: Sehr gerne!
00:51:33: Ich konnte auf jeden Fall sehr viel heute im Gespräch lernen, danke dass du heute hier warst.
00:51:37: Ja lieber klar aber ich lass dich noch nicht gehen ohne... Du hast in deinem sehr ordentlichen Briefing-Dokument geschrieben das man auch dir Fragen stellen darf.
00:51:45: Die Gelegenheit möchte ihr natürlich nutzen.
00:51:47: Du hast ja schon so sieben oder acht Podcasts aufgenommen.
00:51:52: Ich würde gerne von dir erfahren was deine größte positive oder für mich ist auch negative Überraschung beim Podcasten war.
00:52:00: also?
00:52:00: Was war Was hat deine Erwartung übertroffen oder was waren vielleicht auch Herausforderungen, die du unterschätzt hast?
00:52:08: Das ist eine sehr gute Frage.
00:52:10: Also ich muss sagen, was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist wie viel man wirklich von jedem Menschen lernen kann.
00:52:20: also auch wenn es vielleicht Karrieren sind, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte oder vielleicht auch für mich persönlich mir nicht vorstellen kann kann man immer super spannende Dinge von jedem lernen.
00:52:32: Und ich glaube, dass das sehr wichtig ist, dass man jedem so zuhört und Interesse hat und dann auch Nachfragen stellt, auch wenn es vielleicht nicht für ein selber ist oder vielleicht nicht so für einen selber ist wie man sich's vorgestellt hat?
00:52:45: Ich glaube, daß man super viel von jedem lern kann und da immer zuhören sollte, wie du eben auch meintest, Das ist jetzt vielleicht ein Podcast, nicht so der Fall.
00:52:56: Aber auch mal selber offenbart, wo man noch unsicher ist ... Ich stelle auf Fragen, die für manche sehr offensichtlich wirken.
00:53:04: Die mir einfach super helfen, das klarzustellen und nachzufragen.
00:53:08: Super spannend!
00:53:10: Also erst mal Kompliment?
00:53:11: Du machst das wirklich super gut, das wusste ich schon vorher.
00:53:14: Aber ich weiß ja, du sagst am Anfang, dass das außerhalb deiner normalen Komfortzone ist, solche Podcasts zu machen.
00:53:22: Besonders gut fand ich die Frage, also für alle deine Fragen waren gut.
00:53:25: Aber besonders gut fand dich deine Frage am Anfang, dass du bei der Bitte um die Vorstellung den Thema des beruflichen ausgeklammert hast?
00:53:37: Das finde ich besonders schlau, weil das so eine Art Framing darstellt, dass Du besser an den Kern rankommst und musst ja immer aufpassen, dass die Leute dir nicht so ne Poster-Geschichte erzählen, die dann glatt geplant ist, um das menschliche reinzubringen.
00:53:52: Das hast du schon gleich am Anfang gut gesetzt.
00:53:56: Kompliment!
00:53:57: Vielen Dank!
00:53:58: Sehr
00:53:58: gut und ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Folgen.
00:54:00: Danke schön, danke!
00:54:15: Hast du Fragen zu einer Folge oder ein Gastvorschlag?
00:54:22: Dann schreibt mir gerne eine E-Mail.
00:54:24: Alle Infos findest Du wie immer in den Show notes!
00:54:26: Danke fürs Zuhören, bis in zwei Wochen!
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